Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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der wüthenden Frau, die wir

wahrnehmen ließ. Die letzten vier Kerle trugen etwas auf

den Schultern, das ich nicht zu erkennen vermochte; ich würde

es für einen eingewickelten Leichnam gehalten haben. Ich ſtand unſchlüſſig, ob ich dem verdächtigen Zug in den Weg treten ſollte; indeſſen muß ich geſtehen, es waren mir doch zu Viele, zumal da ich keine Piſtolen bei mir hatte; auch dachte ich, es ſind am Ende doch wol friedliche Leute, die ſich bei Nacht vor uns flüchten und froh ſind, wenn wir ſie nicht aufhalten. So ließ ich ſie denn ziehen, und als ſie vorbei waren, nahm ich meinen Weg nach dem Schloſſe zurück. Auf halbem Wege roch es mir ſchon ſo nach Pech und Schwefel. Hml!l dachte ich, ſollte dies ſchwarze Geſin⸗ del zu Satans Bande gehört haben? Die Witterung wurde immer ärger. Plötzlich ſchütterte die Erde unter mir, und es ſcholl wie ein dumpfer, ferner Fall durch die ſtille Nacht. Jetzt ſchoß mir's auf! Ich eile wie der Wind durch den Park nach dem Schloſſe. Endlich bin ich aus dem Buſch⸗ werke heraus und ſehe die Gebäude vor mir, zugleich aber auch den Rauch, der von allen Seiten herausquillt, und rothe Flammen, die aus den Kellerlöchern hervorlecken wie Drachen⸗ zungen. Ich will hinauf, Euch zu wecken, da kommt Ihr mir die Treppe herab entgegen. Euch muß der Rauch geweckt haben.

O Bernhard, begann Ludwig,uns war eine wun⸗ derbare Hülfe nahe. Ich

Vorwärts! rief Raſinski und unterbrach Ludwigs Er⸗ zählung, denn eben wurde die Paſſage frei, und man mußte eilen, daß ſie nicht zum zweiten Male abgeſchnitten wurde.

uf der Mauer des Kreml geſehen hatten; ich möchte ſchwören, ſie wäre es ſelbſt

geweſen, wenn ich mehr von ihr geſehen hätte, als ein flüch⸗

tiger Schimmer der Blendlaterne, der über ſie hinſtreifte, wäh⸗ rend der Führer ſich einmal nach ſeiner Geſellſchaft umſah,