Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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erſten Schrecken. Indeſſen gingen von allen Seiten die hohen Gebäude in Flammen auf; der Wind wurde ſtärker und

jagte das Feuer wie ein fluthendes Meer über die Stadt hin.

Bald war man in ein düſteres Dunkel undurchdringlichen Rauchs gehüllt, der, in die engen Gaſſen zuſammengepreßt, nicht ſogleich einen Ausweg fand; bald leuchtete es ringsum⸗ her wie am hellen Tage, und in allen Waffen glänzte der Widerſchein der Flammen, als wären ſie in friſches Feindes⸗ blut getaucht.

Raſinski gewann mit den Seinigen eine Straße, wo noch keine Feuersbrunſt ausgebrochen war. Die Höhe der Häuſer von beiden Seiten hinderte auch den Widerſchein der entfernter brennenden Gebäude ſo blendend einzufallen, wie zuvor bisweilen; man befand ſich in einem dämmernden Halbdunkel, doch war der Himmel durch ziehende Rauch⸗ wolken und Funkenſtröme bedeckt. Das Ende der Gaſſe ſtieß auf eine Brücke, welche jedoch für den Augenblick durch die Artillerie geſperrt war, die ihren eiligen Rückzug nahm, um die Munitionswagen und Protzaſten, die man unvor⸗ ſichtigerweiſe in der Stadt aufgefahren hatte, zu retten. Ra⸗ ſinski mußte daher mit den Seinigen hier halten, bis die Bahn frei wurde.

Seht Ihr, Freunde, ſprach Raſinski zu Bernhard und Ludwig,meine Ahnungen werden wahr! Jetzt ſehe ich dem Unheil kein Ende. Ich wünſchte, Jaromir ſtieße wie⸗ der zu uns, ſprach er nach einiger Zeit;am Ende findet er uns nicht auf.

Ich will ihn aufſuchen, rief Bernhard lebhaft, und Ludwig war ebenfalls ſogleich dazu bereit.

Das würde ihm nichts helfen und ich wäre nur auch

3 unker dem Schuße deſſelben ſeinen Angiff machen wole 1 lekämpfen habe. Die Ungewißheit vermehrte daher den

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