als ob er über ein Feuermeer gewölbt ſeit Naſinski
ddie Gaſſe entlang bis zu der Gartenmauer, wo er.
freien Blick über den Horizont hatte.„Heiliger Gott!“ rief er entſetzt aus, als er hier ein zweites, großes Gebäude, das 8
a3o
ſprengt einen
in der Nähe des Kremls liegen mußte, wahrnahm, aus deſſen hohem, unförmlichem Dache eben die Flammen mit voller Gewalt herausſchlugen, während eine ſchwarze Rauch⸗ wolke ſich düſter über die Sterne, die noch im Zenith glänz⸗ ten, hinwegwälzte.„Das iſt kein Zufall!“ rief er unwill⸗ kürlich aus;„hier werden furchtbare Rathſchläge ausgeführt.“ Er wollte eben zurückſprengen, als ihm Bernhard mit der Nachricht entgegenkam, am Ende der Gaſſe brenne ein Magazin. Jetzt ſah Raſinski deutlich, worauf es abgeſehen ſei; nun⸗ mehr galt es, entſchloſſen zu handeln.„Woher kommt der Wind?“ fragte er und ſah ſich rings um.—„Ich glaube aus Südweſt!“ erwiderte Bernhard.„Richtig! Doch er ſcheint unſtät! Indeſſen wollen wir uns einſtweilen zurück⸗ ziehen, es könnte uns ſonſt der Weg abgeſchnitten werden.“ Von der Flucht Raſinski's aus dem geheimen Gange bis zu dieſem Augenblicke waren kaum zehn Minuten ver⸗ floſſen. Bis dahin hatte man in der Stadt auch noch kei⸗ nen Lärmen gehört, ſondern die Ausbrüche des Feuers ſchie⸗ nen von den übrigen Bivouacs noch nicht bemerkt worden zu ſein, und es herrſchte während des furchtbar⸗ſchönen Schau⸗ ſpiels die ſchauerliche Stille der Nacht. Jetzt aber hörte man aus der Ferne von allen Seiten die Trommeln rühren, und Signalhörner und Trompeten ſchmettern. Es entſtand ein Getuͤmmel, als ob ein großes Lager überfallen werde. Die Cavalerie ſaß auf, die Infanterie griff zu den Waffen und trat an. Noch wußte man nicht, ob man nur ein entſetz⸗
liches Element, oder vielleicht auch einen verborgenen Feind,— 4 15r


