Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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andwig war Vün die Saalthure geeiltz allein kaum hute

ee dieſelbe geöffnet, als ihm auch ſchon von dort Nauch und Dampf eutgegenſchlug, der aus dem. Boden zu quellen ſchien. Doch brannte die Lampe noch, und er⸗ konnte ſein Zimmer erreichen, um in aller Eile Waffen, Mantel und.

Mantelſack zu ergreifen. Bianca's Schleier, Armband und Tuch trug er ſchon auf der Bruſt. So eilte er wieder zu Raſinski zurück, der ihm aber ſchon auf dem Saale entgegen⸗ trat. Jetzt erſcholl durch die Stille der Nacht plötzlich von außen her der Ruf:Feuer, Feuer! und faſt zu gleicher Zeit dröhnten die Trommelwirbel aus dem Bivouac unten herauf, und gellende Trompetenſtöße ſchmetterten darein. Haſtig ſtürzten Raſinski, Ludwig und die Neitknechte die großen Treppen hinunter auf die Gaſſe hinaus. In der Hausflur kam ihnen Bernhard in vollem Laufe von der Hin⸗ terſeite her entgegen.

Gott ſei Dank, daß Ihr gerettet ſeid, rief dieſer,ich fürchtete ſchon, zu ſpät zu kommen. Aber macht, daß Ihr das Freie erreicht, denn die Flammen ſchlagen ſchon von allen Seiten aus dem Erdgeſchoß und durch das Dach hinaus. Hier treibt der Teufel ſein Spiel!

Schmerz und Seligkeit der Liebe, Beſtürzung, Staunen, Schrecken, dankbare Freude brachen in vollen Strömen zu⸗ gleich in Ludwigs Herz ein; doch die mächtige Fluth der Ereigniſſe riß Alles in ihre fortbrauſenden Wogen hinein und gönnte der Bruſt nicht die Ruhe, ſich ſelbſt zu beſchauen und zu empfinden. Der Augenblick forderte die That; die betäubte Betrachtung wurde gewaltſam von den Gegenſtänden hinweggeriſſen, an die ſie ſich heften wollte.

Jetzt erſt konnte man die Gefahr überſehen. Eine ſchwarze undurchdringliche Wolke lag über dem Palaſt; nur einzelne roth züngelnde Blitze zuckten hindurch. Der Qualm drang

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