fragte Naſinski leiſe, indem er ſich zu Ludwig umwandte. „Ich halte es für bedenklich, hier weiter vorzudringen!“
Ludwig, deſſen Herz in der Saffaung angſtvoll ſchlug, die Spuren der Geliebten aufzufinden, erwiderte:„Noch dürfen wir uns gewiß weiter wagen, denn die Rückkehr i 3 uns ja nicht verſchloſſen. Ich will voran.“
„Nein, es iſt beſſer, daß ich der Vordere bin,“ erwiderte Raſinski;„Dich könnte der Eifer verleiten, die nothwendige Vorſicht zu verſäumen.“
Sie ſchritten abermals etwa zwanzig Schritte vorwärts; der ſchweflichte Dampf wurde dichter und ließ ſich kaum noch einathmen. Da fuhr ihnen plötzlich ein Windſtoß entgegen, als ob eine Thür irgendwo geöffnet worden wäre, und im gleichen Augenblick erloſchen die drei Lichte, die ſie bei ſich trugen. Unmittelbar darauf vernahmen ſie einen dumpfen Knall, und das ganze Gebäude bebte erſchüttert.
„Das war eine Mine!“ rief Raſinski;„wir müſſen zurück!“
Selbſt Ludwig ſah ein, daß ein weiteres Vordringen un⸗ möglich ſei. Man wandte daher um und ſuchte ſich im Finſtern zurückzutappen. Aber ſchon nach wenigen Augen⸗ blicken verhüllte ein entſetzlicher Qualm und eine erſtickende Hitze den Raum um ſie her, ſodaß ſie faſt die Beſinnung verloren.„Raſch vorwärts,“ rief Raſinski und trieb Ludwig an, während dieſer auch die Begleiter drängte. Haſtig ſtür⸗ zend, mit beklemmtem Athem, Tücher vor dem Mund hal⸗ tend, ſuchten ſie Raſinski's Zimmer zu gewinnen. Athemlos erreichten ſie es endlich; doch war auch dieſes ſchon ganz mit Rauch erfüllt. Raſinski ſprang gegen das Fenſter an und ſchlug mit dem umgekehrten Piſtol die Scheiben ein, daß ſie klirrend in die Straße ſtürzten. Durch dieſes Mittel erhielt man Luft, und konnte einige friſche Athemzüge thun.


