Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Leute vom Vorſaale Prrin.Licht! Mehr Licht! befge

Naſinski. Sie eilten, den Befehl zu erfüllen.

Was gibt's? Was iſt geſchehen? fragte Ludwig.

Wir ſind in umheimlicher Uindehung; haſt Du nichts geſehen?

Nicht das Mindeſte, jedoch

Durch mein Zimmer ging ſo eben eine ſchwarze Geſtalt, allem Anſcheine nach ein Frauenzimmer, unterbrach ihn Raſinski.

Wie? rief Ludwig außer ſich, als ob ein Blitzſtrahl ihn heiß und kalt zugleich durchzuckte,eine ſchwarze, ver⸗ ſchleierte Geſtalt

Ganz recht!

Und dieſe ſahſt Du wirklich? Es war kein Traumbild? rief Ludwig und ſtand wie verſteinert vor dem Freunde.

Nein, beim Himmel, denn ich war ſo wach, wie in dieſem Augenblicke, entgegnete Naſinski, der noch zu ſehr mit ſeinem eigenen Erlebniß beſchäftigt war, als daß der Ein⸗ druck, den es auf Ludwig machte, ihm hätte auffallen können.

Vor fünf Minuten wußte ich freilich ſelbſt nicht, ob ich

geträumt hatte, oder wirkliche Dinge ſah. Ich glaubte, ein leiſes Vorüberrauſchen an meinem Lager zu hören und er⸗ wachte, denn Du weißt, wie leicht mein Schlaf iſt. Da ſah ich es, wie einen Schatten über die Wand gleiten, und ein trüber Lichtſchimmer ſchien mir aus der offnen Saalthüre ins Gemach zu fallen. Doch glaubte ich, es ſei der Schein der Feuer von der Straße herauf, die mich täuſchten. Indeſſen war ich wach geworden und lag, noch über die Erſcheinung nachſinnend, auf meinem Lager. Eben hatte ich mich wieder eingehüllt und die Augen geſchloſſen, als ich daſſelbe leiſe Rauſchen wie zuvor höre. Ich fahre auf; da ſchwebt eine ſchwarze verſchleierte Geſtalt dicht an meinem Lager vorüber. Wer da! ruf' ich ſie anz ſie ſchreckt ſichtlich zuſammen,