Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Ungewitter der Schlacht, wenn ſich ſein Antlitz von Dir wendet? Aber er verläßt Keinen, der ihm ſein kindliches Herz offen entgegenträgt. Lieber Jaromir! Deine reine, ſchöne, heitere Seele voller Jugend und Hoffnung, lege ſie, ſo offen wie Du ſie mir entfaltet haſt, auch täglich dem himmliſchen Vater dar. Spotte nicht der Schwachheit des Mädchens, welches Dich zu frommen Gebräuchen auffordert, weil es darin ſeinen einzigen Troſt findet. Ich weiß wohl, daß der Mann ſich ſtark dünkt, ohne göttlichen Beiſtand. Aber es iſt eine Täuſchung, Lieber! Vor ihm ſind die Schwachen mächtig, denn ſie ſtehen in ſeinem Schutz, und die Starken ſinken hin, wenn ſein Odem ſie anhaucht. Stark, unüber⸗ windlich fühle ich mich, wenn mich nach einem brünſtigen Gebet die Hand des Allmächtigen durchdringt. Dann weichen b meine düſtern Träume und Ahnungen; dann ſehe ich den

—

Engel des Herrn Dich geleiten und ſchützen mit ſeinem Schild und Schwert; dann leuchtet mir die Sonne einer ſeligen Zukunft entgegen. Freilich, mein Theurer, kehren die düſtern Stunden zurück, wie die Nacht nach jedem Tage wiederkehrt; aber es ſchimmern doch leuchtende Sternenbilder durch das Dunkel, und der äußerſte Himmelsrand bleibt mit goldenem Morgenroth geſäumt. Bald, Theurer, bin ich Dir näher, in der Vaterſtadt, wo Alles, bis auf den

Klang der Sprache, mich an Dich erinnert. Ich werde . mich dort viel glücklicher fühlen als hier! Eben rollt der 4 Wagen durch das Thor! Mein Herz klopft vor Freude

und Sehnſucht. Lebe wohl! Lebe wohl! Tauſend Engel mögen Dich beſchirmen, und glücklich zu mir heimführen! Wann aber leuchtet der Tag, wo ich wieder in Deinen Armen ruhe!“ —„Deine Lodoiska.“

„Das edle, treffliche Mädchen! Ganz Liebe, ganz Fröm⸗