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meraden am Feuer im tiefen Schlaf liegen ſah. Nur ein
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Offizier wachte noch, und ging mit raſchen unruhigen Schrit⸗ ten auf und ab; beim Schein der Flammen erkannte Ludwig, daß es Jaromir war. Um ſich zu erkundigen, ob er nicht
vielleicht von Bernhard wiſſe, ging er hinunter.
„Guten Abend, Freund, haſt Du Bernhard nicht ge⸗
ſehen?“ fragte er Jaromir, der, ohne ihn zu erkennen, mit
haſtigen Schritten an ihm vorüber wollte.
„Was wollt Ihr? Wer ſeid Ihr?“ Mit dieſen Worten fuhr er befremdet, faſt verſtört bei der Anrede, herum.„Ach Ludwig! Du biſt es,“ ſprach er langſam im traurig ge⸗ dämpften Ton, als er den Freund erkannte.„Du kommſt mir grade gelegen. Haſt Du Luſt, einen Brief von Lodoiska zu leſen? Vor einer halben Stunde gab ihn mir Boleslaw, als ich von einem Spaziergange durch die Stadt zurück⸗ kehrte. Habt Ihr auch Briefe gehabt?“
„Ja wohl! wichtige, von der ſeltſamſten Art!“
„Von der ſeltſamſten Art iſt dieſer auch! Da lies ihn!“
„Du vergißt, daß ich nicht Polniſch genug verſtehe, Lie⸗ ber; aber lies ihn mir vor.“
„Vorleſen! Ach!“ Er ſeufzte ſchwer auf und bedeckte ſich Augen und Stirn mit der Hand, und ſtrich mehrmals über⸗ hin, wie wenn er einen drückenden Kopfſchmerz zu entfer⸗ nen ſuchte.
„Biſt Du krank, Lieber?“
„Wüſt! Das wüſte Soldatenleben betäubt mich biswei⸗ len! Vorleſen kann ich Dir den Brief wahrlich nicht! Das Feuer blendet zu ſehr, meine Augen ſchmerzen mich. Mor⸗ gen früh vielleicht!“
„Du biſt in ſehr trauriger Stimmung, wie es ſcheint, Lieber,“ ſprach Ludwig ſanft.„Haſt Du betrübende Nach⸗
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