liebevollſte Herz mit einem ehernen Harniſch entſagender
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Willenskraft umpanzerte! Freilich wußte er es längſt, daß unter dem harten Mar⸗ mor ſeiner Bruſt nicht ein hohles Grab, ein erkalteter Aſchenkrug ruhe; allein dieſe Macht der innern, tief verbor⸗ genen Gluth des Liebens hatte er weder gekannt noch geahnet. „Seht Ihr! Ein ſolcher Thor, ein ſolcher Träumer bin ich,“ ſprach Bernhard nach einer ernſten Pauſe;„auf ſolche Zeichen im Flugſande baue ich den babyloniſchen Thurm meiner Luftſchlöſſer! Lacht mich nur aus darüber, ich bitte Euch; denn wenn man die Trauringe unſers Erdballs, was will ich, wenn man nur die einer einzigen Stadt, wie Mos⸗ kau, oder meinethalben Dresden, auf einen Haufen ſchüttete, ſo würden ſich die Zwillingsbrüder dutzendweiſe finden, und ich könnte mir wenigſtens ſo viel Mütter, Väter oder Ge⸗ ſchwiſter vindiciren, als jener böhmiſche Graf, den man zu Dur abgebildet ſieht, Söhne hatte, vierundzwanzig nämlich.
Wenn ich's jetzt ruhiger anſehe, ſo muß ich betheuren, wäre
nicht die Nacht und ein romantiſches Abenteuer dabei gewe⸗ ſen, ich hätte nicht länger daran gedacht, als ich brauche, um den Ring außzuſtecken und abzuziehen. Wir Künſtler, ich zähle mich nun einmal dazu, und halte Palette und Pinſel für mein rechtsgültiges Diplom, ſind aber häufig romantiſch verrückte und entzückte Narren, und ich bin faſt nicht der kleinſte. Alſo, lacht mich aus, das iſt die ganze Summe der Geſchichte!“
Aber es lachte Niemand, und ſelbſt Bernhard vermochte es nur mühſam mit den Lippen.
„Ich bin entſchloſſen, zu handeln wie bisher,“ ſprach er nach einigen Minuten einſter Stille.„Will das Schickſal mir etwas von meinen geheimen Verhältniſſen enthüllen, nun denn, ſo mag es ſeinz; ich aber rühre nicht an den


