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haben; ſie beſteht aber, ich verſichere es Ihnen nochmals, nur von ihrer Seite.“
Arnheim, dem es lieb war, daß keine ſeiner Vermuthun⸗ gen ſich beſtätigte, brach das Geſpräch ab, welches Marien ſo ſichtlich verletzte. Und ſo war von den beiden Fremden weiter nicht mehr die Rede.
Der Weg abwärts ließ ſich raſcher zurücklegen als auf⸗ wärts; man erreichte denn auch bald den Schreckenſtein wie⸗ der, wo man noch eine kurze Zeit verweilte und dann, als die untergehende Sonne eben den hellen Himmel mit roſigem Duft überhauchte, und der bleiche Vollmond gegenüber im lichten Ather ſchwebte, die Gondel wieder beſtieg, um auf den Wellen des ſchönen Stromes bis an das Städtchen hin⸗ unterzutreiben.
Die Geſellſchaft überließ ſich dem Genuß der Waſſer⸗ fahrt und des in der That entzückenden Abends. Die ge⸗ fürchtete Kühle war nicht eingetreten, ſondern nur laue Lüfte kräuſelten die Wellen. Die Häupter der Berge waren auf der einen Seite von purpurnem Dämmerſchein umfloſſen, auf der andern zog ſich das flüſſige Nebelſilber des Mond⸗ lichts duftend um die ſchwarzen Gipfel. Die Elbe ſpiegelte Himmel und ufer in ſanft wallenden Linien klar zurück; aus dem Waſſer herauf ſtieg ein kühler, erfriſchender Hauch. Man ſaß ſtill, faſt ohne zu ſprechen, in dem ſelig beruhi⸗ genden, alle wehmüthigen Gefühle des Herzens erweckenden Genud verloren. Da erklangen unvermuthet die leiſe ange⸗ regten Accorde einer Guitarre.
Alles horchte auf. Ein eigenthümliches Gefühl ergriff die Bruſt bei dieſen Klängen, die ſo ſehr an italieniſche Sitte mahnten; denn wer hätte nicht, ſei es durch Schil⸗ derungen oder durch eigne Erfahrung, ſchon jene ſüdlichen Empfindungen gekannt, die durch die ſchaukelnde Barke


