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hier im reichen Maße und ließ die dunkelrothe Frucht aus der Blätterhülle hervorſchimmern; einzelne hohe Büſche von Farrnkräutern ſchoſſen neben den zerſtreuten Felsblöcken auf, unter denen das Quellwaſſer hervorrieſelte. Ein hohes Wehen und Rauſchen zog durch die Gipfel der Tannen; die ganze Natur blickte den Menſchen hier mit einfach erhabenen Zügen an. Benno, welcher der Gegend aufs genaueſte kundig war, ſchlug mit Sicherheit eine von der bisherigen abwei⸗ chende Richtung ein, um zu einem hohen maleriſchen Fels⸗ block zu gelangen, deſſen gewaltige Maſſe hier oben auf einer freien Grasebene gelagert war. Schon ſah man ihn in der Entfernung von wenigen hundert Schritten liegen; er glich faſt einem ungeheuren Sarkophag, deſſen eine obere Ecke jedoch, weit vorſpringend, ſich kühn über die Grundfläche hinausſtreckte. Auf der Spitze derſelben ſchwankte eine junge Tanne, die ihre zähen Wurzeln um den Stein geklammert hatte. Unſere Wanderer glaubten ſich ganz einſam auf dieſer Höhe, als ihnen zu ihrer Verwunderung ein weißes Wind⸗ ſpiel entgegenſprang, ſie anfangs von weitem anbellte, dann aber ſich zutraulich näherte und Lodoiska's Liebkoſungen durch ein freundliches Anſpringen und ein ſchmeichelndes Hinauf⸗ drücken des Kopfes gegen ihren Schooß erwiederte. Munter vorausſpringend verſchwand das leichtfüßige Thier hinter dem Felsblock. 1
„Vermuthlich raſtet dort ein Jägersmann,“ ſprach Benno, „denn hier oben gibt es für den Jagdluſtigen oft eine reiche Ausbeute.“ 4
Man war indeſſen ganz nahe an den Felſen gekommen und ging, um zu ſehen, ob man wirklich nicht allein ſei, um denſelben herum. Auf der andern Seite fand man, wie Benno richtig vermuthet hatte, zwei Herren in Jagdkleidung,
die jedoch, von der Arbeit des Tages ermüdet, im feſten 3*


