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um des Rückblickes zu genießen, doch Benno bat ſie, es zu laſſen.„Gönnen Sie mir die Freude, Sie oben auf dem ſchönſten Punkte mit dem überblicke des Ganzen zu über⸗ raſchen. Ich würde Sie bitten, die Augen ganz zu ſchlie⸗ ßen, wenn der Weg nicht von der Art wäre, daß ſelbſt der aufmerkſamſte Führer nicht vor kleinen Unfällen ſchützen kann. Der Boden iſt zu rauh, es liegen hier viele Steine im Wege, die Nichtung ändert ſich oft zu ſchnell, um mit geſchloſſenen Augen feſten Fuß zu faſſen. Aber heften Sie nur die Blicke gerade auf den Pfad vor ſich, und gewinnen Sie es über ſich, weder rechts noch links zu blicken, ſo
werden Sie einen reichen Lohn für dieſe Enthaltſamkeit
empfangen.“ Lodoiska verſprach es gutmüthig und ließ ſich nun ganz durch Benno, der ſie bei der Hand ergriffen hatte, leiten. Die übrigen Mitglieder der Geſellſchaft neckten ſie mit ihrem Gehorſam, doch ließ ſie ſich nicht irre machen, ſondern lä⸗ chelte ſtill vor ſich hin und ſprach:„Ich traue meinem Füh⸗ rer, denn er kennt dieſe Gebirge genau und weiß ihre Schönheiten zu empfinden.“ Vergeblich ſuchten einige junge Leute muthwillig ihre Neugier rege zu machen, und rühmten bald dieſen Blick in die Tiefe, bald jene Ausſicht das Thal herunter; ſie blieb ſtandhaft. Nach kurzer Wanderung ſtand ſie auf dem Gipfel, und Benno führte ſie nun durch das Gemäuer hindurch in einen Eckthurm, wo man einige halb verfallene Stufen hinanzuſteigen hatte, ſich aber alsdann in einem kleinen Naum mit weit ausgebrochenen Fenſterhöhlen befand, der ſo auf der äußerſten Grenze des Felſens liegt, daß man gar keinen Boden unter ſich gewahr wird, ſondern frei über dem Elbſpiegel zu ſchweben ſcheint. Bevor ſie hier eintrat, hatte Lodoiska das Auge auf Benno's Nath ganz geſchloſſen und ließ ſich nun von dieſem an das Haupt⸗


