Nieeihe reizend wechſelnder Bilder. Bald fuhr man unter
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Die mit luſtig flatternden Wimpeln und Kränzen ge⸗ ſchmückten Gondeln gewährten einen ſo heitern Anblick, daß man dadurch ſchon mit der beſten Hoffnung für die ſchöne Fahrt erfüllt wurde. Eine angenehme Muſik von Blas⸗ inſtrumenten— es waren böhmiſche Bergleute— ließ ſich von einem eignen für dieſelben eingerichteten Nachen ver⸗ nehmen. Die feſtlich gekleideten Schiffer, deren Hüte mit Bändern und Sträußen prangten, begrüßten die Geſellſchaft mit einem fröhlichen Lebehoch. Die Stegbreter wurden ausge⸗ legt, die Damen hüpften mit Grazie hinüber, die Paare nahmen, wie ſie einander folgten, auf den Bänken Platz; bald waren die Gondeln gefüllt, die Muſik ſtimmte einen lauten Tuſch an, unter Jubelruf der Schiffer und der ver⸗ ſammelten Zuſchauer ſtieß man vom Lande, und vom mun⸗ tern Ruderſchlage bewegt, ſchwammen die Nachen luſtig auf dem Strome dahin. Jetzt erſt, da man die Mitte deſſelben
erreicht hatte, konnte man recht tief in das prachtvolle Wald⸗
thal hinunterblicken, aus dem die Elbe hervorbrauſt. Hin⸗ terwärts ſtieg das Städtchen freundlich am grünen Ufer em⸗ por und ſpiegelte ſich hell in den Wellen ab; vorwärts nur dunkle Waldhöhen, die ſich ſchroff gegen den Strom hinab⸗ ſenkten und ihr düſteres Bild in ſeine Tiefe warfen. Zur Linken wurde der Blick durch den ſchwarzen Felſen des Schreckenſteins begrenzt, der, in ſchräger Richtung aus dem Gebirge hervorragend, den Gipfel weit über die Wellen ſtreckt und ſeine Mauerkrone von verfallenen Thürmen dro⸗ hend über den Abgrund hinaushängt. Ein friſcher Wind, der das Thal hinaufwehte, machte die Ruder unnöthig; man konnte die Segel aufſpannen und ſich von ihnen gegen den rauſchenden Strom hinaufziehen laſſen. Pfeilgeſchwind zogen die Ufer an den Schiffenden vorbei und zeigten eine


