Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Nand deſſelben überfließend, munter ins Thal hinabhüpfte. Der Abhang des Berges bildete die bequemſten Sitze; die moosbedeckten Wurzeln einer alten Buche gewährten einen etwas erhöhten Platz, der ſich trefflich zum Thron für das Königspaar eignete. Zugleich war man, trotz der dunklen Waldkühle, dennoch nicht ohne eine ſchöne Ausſicht, denn eine hohe Bogenöffnung der Baumgewölbe verſtattete einen Blick auf den Elbſpiegel, über den ſich gerade im Mittelpunkte des durch die Zweige begrenzten Raumes, das Schloß Schrecken⸗ ſtein auf ſeinem ſchwarzen Felſen erhob. Außerdem konnte man auch gerade vor ſich hinab ins Thal ſehen, wo die Wellen des Stromes ſilbern zwiſchen dem ſpielenden Laub heraufglänzten. Der Platz überraſchte ſo durch ſeine Schön⸗ heit, daß er mit einem allgemeinen Ausruf der Freude be⸗ grüßt wurde. Der Monarch nahm auf dem weichen Thron⸗ ſitze Platz, die Königin ſetzte ſich an ſeine Seite, die übrigen lagerten ſich im Halbkreiſe amphitheatraliſch den Bergeshang abwärts Paar und Paar auf dem Raſen.„Hier iſt es ſelbſt zum Spiel zu ſchön,“ begann die Königin; der Ort iſt faſt zu heilig, um durch leichten Scherz entweiht zu wer⸗ den. Gar anmuthig aber würde man hier einem Erzähler oder Sänger lauſchen, der uns Kunde von den romantiſchen Wundern dieſes Thales gäbe. Hat Niemand unter unſeren Unterthanen den Alten dieſes Felſens geſprochen? Erſchien keinem der Berggeiſt oder die liebliche Nymphe dieſes Stroms? Hat ſie keinen unſerer Ritter, der ſich auf der Jagd verirrte, im geheimnißvollen Dunkel des Waldes angeredet, dem Dur⸗ ſtenden einen erquickenden Becher gereicht, dem Ermüdeten den Helm gelöſt und ihn eingeladen, das Haupt ſanft in ihrem Schooße zu ruhen? Und hat ſie ihm dann nicht erzählt von ihren Schlöſſern im tiefen Bau der Felſen oder unter der kühlen ſilbernen Hülle der Waſſer? Hat ſie ihm nicht ſüße

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