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wo mit jeder Minute uns ein kühlerer Hauch der Lüfte trifft, eignet ſich zu körperlichen Vergnügungen. Jetzt werden uns Geſpräch und Scherz am beſten thun; denn wir behal⸗ ten dabei Muße, auf das angenehme Summen und Weben der Inſekten zu horchen, den Blick aufwärts in die Laub⸗ wipfel zu richten, wie ſie, kaum bewegt durch die milden Lüfte, anmuthig ſtill unter ſich flüſtern und Sonnenſtrahl und Himmelsblau durch ihr freundliches Gitter äugeln laſſen. Ein ganz leicht bewegliches Spiel ließe ich mir allenfalls ge⸗ fallen, nur keines jener heftigen, wobei man ſich ganz außer Athem laufen muß, welches ſich überhaupt für eine Majeſtät nicht ſonderlich ſchicken würde.“ Man war ſeiner Meinung, und die Gräfin brachte, von den Damen zu einem Vorſchlag aufgefordert, ein Pfänderſpiel in Gang. Dies gab zu al⸗ lerlei Scherzen Anlaß, denn der König geſtattete nicht nur, ſondern gebot ſogar manche kühne Freiheit bei der Auslö⸗ ſung. Nachdem dieſe vollbracht war, wurde ein allgemeiner Aufbruch befohlen, um einen neuen Anſiedelungspunkt auf⸗ zuſuchen, weil die Sonne anfing empfindlich zu ſtechen, indem das zarte Laubgitter ihre Strahlen nicht mehr recht abhalten wollte. Der Monarch ſandte ſeine Miniſter als Boten nach verſchiedenen Gegenden aus, um einen angenehmen Aufent⸗ haltsort zu erkunden. Nach einigen Minuten kehrte der Ritt⸗
meiſter zurück und behauptete, einen Platz ausfindig gemacht
zu haben, der alle Eigenſchaften eines angenehmen Ruheſitzes vereinige. Man folgte ihm, und er führte die Geſellſchaft auf dem Kamm des Berges thalabwärts entlang; dann ſchlug er einen Fußſteig ein, der ſich ein wenig gegen den Abhang hinunterzog und bald im dunkleren Wald verlor, wo hohe Buchen den kühlſten Schatten gaben. Hier rieſelte aus einer Felsſpalte ein klarer Quell hervor, der ſich in einem durch ihn ſelbſt gehöhlten Becken ſammelte und dann, ſanft den
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