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hob ihn empor und ſprach mit Anmuth:„Ich werde herr⸗ ſchen, aber wie es der Frau geziemt, durch überredung, und gehorſam den Beſtimmungen meines königlichen Gebieters.“ Ein lauter Beifall begrüßte das neue Königspaar. Dieſes ſchritt ſofort zu ſeinen nächſten Pflichten, indem es ein Mi⸗ niſterium ernannte:„Die Juſtiz,“ ſprach Erlhofen,„behalten wir uns ſelber vor. Einen Kriegsminiſter werden wir hoffent⸗ lich nicht nöthig haben, das Finanzweſen kommt erſt auf den Abend zur Sprache; beim Licht beſehen bedürfen wir nur eines Hausminiſters und eines der öffentlichen Vergnügungen. Da deſſen Functionen aber ſehr verwickelt ſein dürften, und es uns auf Gehalt nicht ankommt, da wir keines zahlen, ſo beſetzen wir dieſe Stelle zwei⸗, drei⸗, vierfach, indem wir alle Feſtordner zugleich dazu ernennen, und es uns vorbehalten, ihnen ihre ſpeciellen Befehle zu ertheilen.“
Man war mit dieſer Anordnung des neuerwählten Mon⸗ archen vollkommen zufrieden und ſchien überhaupt geneigt, ſich dem Herrſcherpaar im Gehorſam zu fügen. Der erſte Befehl lautete, man ſolle einen Spaziergang auf den Marien⸗ berg antreten, welcher, dicht bei der Stadt gelegen, einen reizenden Blick über das Elbthal gewährt und nicht ſchwer zu erſteigen iſt. Dabei wollte man dann das Weitere be⸗ ſprechen. Paarweiſe machte man ſich auf und trat den Weg an. Es war ein heiterer Zug, der ſich leicht und mun⸗ ter, anfangs durch die Gaſſen des Städtchens zwiſchen den gaffenden Einwohnern hindurch und dann über den Naſen unter ſchattigen Bäumen dahinbewegte. Tücher, Bänder und Gewänder flatterten im Luftzuge, die farbigen leichten
Sonnenſchirme ſchimmerten durch das Grün der Gebüſche.
Den Krümmungen des Bergpfades folgend, fing man ſchon
an, zwiſchen den Weinmauern und Gartenhecken, welche den
Abhang lebendig durchſchneiden, aufwärts zu ſteigen. Man
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