Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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artigen Ornamente der Frauenzimmer bilden, unterzubringen. Als einigermaßen die anfangs herrſchende Verwirrung gelöſt und die Ordnung zurückgekehrt war, entſtand die Frage, was man nun beginnen ſolle. Erlhofen zeigte nicht übel Luſt, wiederum die Rednerbühne zu beſteigen und einen Ciceronia⸗ niſchen Vortrag, wenn auch nicht de officiis oder de amicitia, ſo doch wenigſtens de deliciis zu halten. Allein der Ritt⸗ meiſter fiel ihm ins Wort und ſprach:„Ein Staat muß regiert werden und in entſcheidenden Momenten braucht ſelbſt die Republik einen Dictator. Wollen wir über Alles rathſchla⸗ gen und abſtimmen, ſo möchte darüber ſo viel Zeit vergehen, daß, wenn wir von tauſend Entſchlüſſen den beſten gefaßt hätten, es uns an nichts mehr fehlen würde als an der Zeit, ihn auszaführen. Ich ſchlage daher vor, daß wir ei⸗ nen König und eine Königin erwählen, denen wir heut ge⸗ horchen wollen; dieſe mögen dann, wenn es nöthig iſt, ihre Miniſter ernennen„kurz die ganze Verwaltung des Staates auf ſich nehmen.“

Der Vorſchlag ward mit lautem einſtimmigen Beifall angenommen, und man ſchritt ſogleich zur Wahl des Mon⸗ archen, deſſen Ernennung vorzugsweiſe den Damen über⸗ tragen wurde. Erlhofen ward einſtimmig gewählt, und man überließ es ihm, eine Königin an ſeine Seite auf den Thron zu erheben. Der Gekrönte trat mit ſtolzer Miene in den Kreis, er warf gnädige, aber d Lugleich forſchende Blicke ringsumher auf die ſchönere Häͤlfte ſeiner Unterthanen. Dann näherte er ſich mit feierlichen Schritten der Gräfin Micelska, ließ ſich auf ein Knie vor ihr nieder und ſprach:„Die mir das Schickſal zugeführt, ſei meine Beherrſcherin; ſie theile den ſchönſten Thron Europas, denn er iſt der ſorgenfreieſte, mit mir.“

Die Gräfin reichte ihm lächelnd die Hand, ſtand auf,

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