Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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die grünen vollen Eichenkränze in anmuthig geſchwungene Bogen(eine ſchöne Form, welche das Geſetz der Schwere vo ſelbſt erzeugt) etwa einen Fuß unterhalb der Decke dahin Die Eintretenden ſahen ſich rings um und riefen dann den 4⸗ Wirth ein anerkennendes Bravo zu; denn ein frohgeſtimmte Sinn läßt ſich mit Allem genügen, was ſeiner Stimmung entgegenzukommen ſucht. Doch hatte man nicht Zeit, ſich lange im Saale zu verweilen, da die Wagen jeden Augen⸗ blick eintreffen konnten. Die jungen Leute eilten daher hin⸗ unter, ordneten an, daß Treppen und Hausflur mit Laub und Blumen beſtreut wurden, und ſtellten ſich nun müßig in das Thor, um die Ankunft der übrigen zu erwarten. Rings in allen Fenſtern lagen die erwartungsvollen Bewohner des Städtchens; ein Kreis von Kindern hatte ſich um das Haus verſammelt. So ärmlich und halb entblößt die meiſten wa⸗ ren, ſo leuchtete doch die Freude über das ungewohnte Schau⸗„ ſpiel, welches ihrer wartete, aus den muntern beweglichen Augen. Der Wirth wollte ſie verjagen, damit die gnädigen. Herrſchaften, wie er ſich ausdrückte, nicht beläſtigt würden; doch Heilborn wehrte ihm und ſprach:„Laßt den Kindern die Freude; ſie ſtören die unſrige nicht, ſo mögen ſie auch die ihrige haben; ja es macht es noch luſtiger, wenn ein ſo munterer kleiner Schwarm ſeinen Jubel erhebt. Sieht man Andere fröhlich, ſo wird man es ſelber deſto mehr; alſo laßt nur die Kleinen hier herumſpringen und jauchzen und ju⸗ beln und in die Händchen klatſchen, ſo viel ihnen beliebt. Wir wollen wetteifern, wer am luſtigſten iſt, ſie oder wir.“ Jetzt raſſelte der erſte Wagen auf dem holprigen Stein⸗ pflaſter des Städtchens; alle Käpfe drehten ſich nach der Ecke, wo die Gaſſe vom Thor in den Markt einlief. Ein Jubel⸗ geſchrei erhob ſich unter den Kindern, als die Schimmel, welche den horderſten Wagen zogen, aus der Gaſſe zum Vor⸗

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