Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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zwei und zwei Paaren einſchiffen. Findet dieſer Vorſchlag, der uns aus einer der ſchrecklichſten Calamitäten des Lebens retten ſoll, Ihren Beifall, meine Schönen, ſo bekunden Sie es dadurch, daß Sie Ihre zarte Hand den auffordernden Rit⸗ tern reichen, und mir, der ich als dux gregis, wozu mich die vorwaltende Capacität meines Geiſtes erhoben hat, vor⸗ anzugehen beabſichtige, willig paarweiſe nachfolgen.

Nach dieſer im ernſteſten Tone von dem Baron gehaltenen Rede erhob ſich ein allgemeiner Beifallsruf, und man nahm ſein Geſetz zuerſt durch Acclamation und dann durch die That an, indem man ihm, als er die Gräfin Micelska auf⸗ forderte, ſogleich folgte. Jeder Herr, der nicht beritten ge⸗ weſen war, reichte einer Dame die Hand, ja ſogar Einige, die ſich ſchon in die Wagen geſetzt hatten, weil ihre Anſprüche nicht beſtritten worden waren, ſtiegen wieder aus und unter⸗ warfen ſich ebenfalls dem neuen Lykurgus. Erlhofen führte den Zug einigemal auf dem Naſen umher, bis ſich Alles geordnet und angeſchloſſen hatte, und alsdann nahm er ſeinen Weg nach dem nächſten Wagen, den er mit dem ihm fol⸗ genden Paare beſtieg. So ordnete ſich Alles auf das Beſte und Schnellſte, und ſelbſt die ſtrengſten Mütter und Auf⸗ ſeherinnen ließen für diesmal die Anordnungen des Zufalls gelten, ſelbſt wo er nur ganz jugendliche Paare zu einander geſellte. Auch die überraſchung that das Ihrige, um die Freude zu erhöhen, denn erſt im Einſteigen erfuhr man, welches Paar das zweite in jedem Wagen wurde. Marie ſah gleich beim Beginn des Tanzes mit klopfendem Herzen, daß ſie mit

der Gräfin in einem Wagen fahren werde, indem ſie, von

dem Rittmeiſter, welcher ſein Pferd einem Freunde übergeben hatte, aufgefordert, unmittelbar dem Baron folgte. So be⸗ klommen ihre ſeltſamen Verhältniſſe ſie machten, ſo mußte es ſich doch jetzt entſcheiden, ob ſie der Gräfin völlig unbekannt