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ſo an Mariens Mutter beförderte. Sie hatte die größte Sehnſucht, mit der ſchönen Frau zu ſprechen, ſich nach ihrem Bruder, nach Bernhard zu erkundigen. Eine leiſe, aber drin⸗ gende Stimme ihres Herzens, der ſie jedoch kein Gehör ſchen⸗ ken wollte, trieb ſie auch an, nach dem Manne zu fragen, der ihr ſo ſchnell theuer geworden war; welch einen Kampf mußte ſie beſtehen, wenn ſie gezwungen war, alle dieſe hei⸗ ligen, mächtigen Triebe in die ſtummen Banden des Schwei⸗ gens zu legen! Ihre Unbefangenheit für die Freude des Feſtes war dahinz alle ihre Gedanken richteten ſich nur auf den einen Punkt, ſie vermochte faſt die Blicke nicht wieder von der Gräfin abzuwenden. Der Rittmeiſter knüpfte ein Geſpräch mit ihr an, doch ſie mußte ihre ganze Kraft zu⸗ ſammennehmen, um nur die nothwendigſten Antworten geben zu köntien. So lebhaft der gebildete Mann ſprach, mit ſo geläufiger Anmuth er auch die geſellige Bedeutung eines ſol⸗ chen Feſtes zu ſchildern wußte, Marie bemerkte oftmals mit leichtem Erſchrecken, daß ſie ihn zwar aufmerkſam angeſehen, aber kein Wort von Dem, was er ſagte, gehört hatte. Sie ſah nicht, wie anmuthig ſich die Gruppen im Grünen lager⸗ ten, hörte nicht, wie fröhlicher Scherz überall laut wurde, ja ſogar der Muthwille ſchon anfing ſich ein wenig übermüthig zu zeigen. Es war ihr daher ſehr lieb, als man nach einer halben Stunde wieder aufbrach, und der Rittmeiſter ihr den Arm reichte, um ſie wieder an den Wagen zu führen. Hier gab es einige Verwirrung; denn nicht Alle hatten ſich genau die Wagen gemerkt, in denen ſie gekommen waren, und da es meiſtens Miethwagen aus Teplitz waren, ſo wußten die Wenigſten ſie wieder aufzufinden. So geſchah es, daß man in einen freundſchaftlich ſcherzhaften Streit gerieth, den der Muthwille einiger jungen Männer noch mehr verwirrte. Auch Marie kam in eine ähnliche Verlegenheit, da fremde
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