Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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lehnt, auf Polſtern ſaßen und von einem ältern und einem jüngern Manne lebhaft unterhalten wurden. Sie fragte den Rittmeiſter, der ſich neben ihren Sitz auf den Raſen gelagert hatte, wer die beiden Damen ſeien.In der That, erwi⸗ derte dieſer,ich weiß es ſelbſt nicht genau anzugeben; nur ſo viel iſt mir bekannt, daß es erſt geſtern eingetroffene Fremde ſind, welche noch nicht auf der Badeliſte ſtehen. Erſt dieſen Morgen ſind ſie zu dem Feſte eingeladen worden, als die vielen an dem Hôtel vorüberfahrenden Wagen ſie aufmerk⸗ ſam auf Das machten, was man vorhabe. Zufällig wohnte einer der Mitveranſtalter, der zurückgeblieben war, um Einiges zu beſorgen, was erſt zu Mittag in Auſiig eintreffen ſoll, auf demſelben Corridor mit ihnen. Er begegnete ihnen, als ſie eben nach dem Brunnen wollten; ſie fragten ihn, was man vorhabe, und ſo konnte er natürlich nicht umhin, ſie zu bitten, eine Einladung zu unſerm Feſt anzunehmen. Da der Wagen, mit dem ſie nach dem Bade fahren wollten, vor der Thür ſtand, ſo durften ſie nur die Richtung ändern, um ſich gleich unſerm Kreiſe anzuſchließen. Und ich denke, wir werden nichts dabei verloren haben, denn die Mutter zeigt noch jetzt die Spuren hoher Schönheit, und die Tochter iſt in der That ein reizendes Weſen. Ich habe noch nicht Ge⸗ legenheit gehabt, mich ihnen vorſtellen zu laſſen, allein ihr ganzes Benehmen zeigt von einer gewandten Bildung. Ich will aber doch ſogleich einmal hinüber und den Baron Erl⸗ hofen ſelbſt nach dem Namen derſelben fragen, damit Sie volle Auskunft haben. 1 Noch ehe es Marie hindern konnte, war der Rittmeiſter aufgeſprungen, um die Erkundigung einzuziehen. Während deſſen hatte ſie Muße, die beiden edlen Geſtalten aufmerkſamer zu betrachten. Sie mußte ſich geſtehen, ſelten ſchönere Frauen geſehen zu haben, zumal hatte die ältere eine ſolche Hoheit