Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Büſchen und Hecken, Wieſen und Kornfeldern dem Ziel entgegen. Es mußte Wunder nehmen, daß man noch keinen Wagen auf der Landſtraße ſah, da doch eine große Anzahl von Per⸗ ſonen an dem Feſte Theil nahm. Auf einer kleinen Anhöhe, etwa eine Viertelſtunde von der Stadt, wurde man auf das

angenehmſte überraſcht. Schon von weitem entdeckte ſich's,

daß der Weg durch eine Blumenguirlande geſperrt ſei; höher hinaufgekommen, geſtaltete ſich eine ſehr anmuthige Ehren⸗ pforte. Denn in freien, leicht geſchwungenen Bogen knüpfte ſich die Blumenkette zwiſchen den Gipfeln zweier jungen Buchen, welche am Wege ſtanden, und das Gebüſch, von welchem dieſe umgeben waren, hatte man reich mit Kränzen geſchmückt, die ſich von Zweig zu Zweig zogen und ſo ein zwar wenig geregeltes, doch eben in ſeiner Willkür und phantaſtiſchen Freiheit höchſt überraſchendes Gemälde bildeten. Mit Vergnügen verweilten die Blicke der Mädchen auf die⸗ ſem angenehmen Schauſpiel, welches ein günſtiges Vorzeichen für die Freude des Tages zu ſein ſchien. Plötzlich, als der Wagen ſich eben unter der Ehrenpforte befand, ſprengte von jeder Seite aus dem Gebüſch ein Reiter hervor, deſſen Hut mit grünen Zweigen und Blumen romantiſch geſchmückt warz dieſen folgten mehrere, die ſich von beiden Seiten des Weges aufſtellten und den Frauen einen fröhlichen Morgen⸗ gruß brachten. Die Führer ritten hierauf an den Schlag und überreichten jeder Dame einen duftenden Strauß. Es war der Rittmeiſter, welcher Marien auf dieſe Weiſe bewill⸗ kommnete. Er und noch ein anderer Reiter begleiteten hierauf den Wagen, indem ſie am Schlage deſſelben ritten. Sie baten zugleich, man möge langſam, im Schritt fahren, weil auf dieſe Weiſe ſich nach und nach die übrigen Wagen aus der Stadt anſchließen und ſo einen langen und fröhlichen Zug bilden ſollten.Wir ſind alſo die Erſten? fragte

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