Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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fährlich für ſie. Wie gern nehme ich es daher an, unter Ihrem Schutze dem Feſte beizuwohnen; nicht, daß ich ſelbſt in einer Stimmung wäre, die mir große Freude verſpräche, aber weil es mir weh thun würde, eine ſo wohlwollende Einladung auszuſchlagen.

Indem ſie noch ſprach, kam ihre Mutter den Laubgang herauf aus dem ⸗Bade zurück. Marie trug ihr ſogleich die Sache vor und erhielt die bereitwilligſte Zuſtimmung.

Zweites Capitel.

Der heiterſte Morgen war angebrochen; es ſchlug eben ſechs Uhr, als Marie in einem leichten, weißen Sommerkleide, welches durch nichts als durch einige Lilabandſchleifen verziert war, muntern Schrittes, nachdem ſie die Mutter zum Ab⸗ ſchiede herzlich geküßt hatte, durch den Garten ging, um durch das Hinterpförtchen deſſelben den nächſten Weg zu jener be⸗ freundeten Familie einzuſchlagen, welche ihr zur Beſchützerin dienen ſollte. Es ſtand bereits ein Halbwagen vor der Thüre des Hauſes und die beiden jungen Mädchen flogen Marien ſchon auf der Treppe freudig entgegen.Wir werden das ſchönſte Wetter haben, ſprach dieſe, nachdem die erſten Be⸗ grüßungen vorüber waren;ich freue mich ſehr auf die ro⸗ mantiſche Landſchaft, die ich ſeit langer Zeit nicht beſucht habe. Während dieſes Geſprächs traten ſchon die Altern heraus, hießen Marien willkommen, und insgeſammt ging man nun die Treppe hinunter, um einzuſteigen. Bald hatte der Wagen die Stadt verlaſſen und rollte zwiſchen thauigen