Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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einiger näheren Bekannten in den ſchönen Umgebungen von Teplitz anzutreffen. Freilich aber wählte ſie nicht jene von der großen Welt beſonders vorgezogenen Orte, wo ſich eine glänzende Menge zu verſammeln pflegte, ſondern ſie ſuchte ſchöne, aber einſame Punkte am liebſten auf, wo ſich kein anderer Genuß darbot als der jener reinen, erquickenden Gaben, welche die Natur uns aus nächſter Hand wohlwollend reicht. Indeſſen hatte Mariens Erſcheinen auf den Morgenſpazier⸗ gängen ſie doch der jüngeren Badewelt nachgerade ſo bekannt gemacht, daß man ihre Gegenwart bei einem ländlichen Feſt, welches man veranſtalten wollte, für unerläßlich hielt, wenn dieſes nicht ſeines ſchönſten Schmuckes entbehren ſollte. Als ſie daher eines Morgens in der Nähe des Brunnens wie gewöhnlich in Begleitung ihrer Freundinnen erſchien, näherte ſich ihr eine Deputation junger Männer, an deren Spitze ein öſtreichiſcher Nittmeiſter, Arnheim, ſtand, welcher das Bad beſuchte, um dadurch einen in Folge einer ſchweren Ver⸗ wundung, die er in der Schlacht bei Wagram erhalten hatte, gelähmten Arm zu heilen. Er redete ſie mit beſcheidenem Weſen folgendermaßen an:Ich habe Ihnen im Namen der Brunnengeſellſchaft eine große Bitte vorzutragen, mein Fräu⸗ lein; allein ich fürchte faſt, Sie ſchlagen mir ſie ab. Gewiß nicht, erwiderte Marie freundlich,wenn die Erfüllung irgend in meiner Macht ſteht. Doch wüßte ich nicht, ſetzte ſie unbefangen laͤchelnd hinzu,was ich zu thun vermöchte, woran der Geſellſchaft etwas gelegen ſein könnte. Sie ſind bis jetzt nur ein Morgenſtern für uns gewe⸗ ſen, der mit dem wachſenden Tage verſchwand, antwortete. der Rittmeiſter, der dem Gleichniß übrigens nur einen ſcherz⸗ haften Ton gabzwir wollten Sie bitten, uns doch auch einmal als Abendſtern zu glänzen. Auf morgen haben wir ein gemeinſames Feſt veranſtaltet; es würde uns ſehr leid