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daß ſie mit ihrem Strickzeug, einer kleinen Dame gleich, an dem Theetiſch der fremden Herrſchaften ſitzen konnte; Thereſe ergötzte durch ihr munteres Plaudern und ihre naiven Fragen⸗ Marie ſorgte für Beide mit der Freundlichkeit einer ältern Schweſter und munterte ſie durch ein Eingehen auf ihre kin⸗ diſchen Vorſtellungen zur freieſten Außerung ihres Weſens auf, bis endlich Thereſe, ungeduldig, ſo lange zu ſitzen, mit einem Stückchen Zucker in der Hand munter davonhüpfte und Marien aufforderte, ſie zu haſchen. Einem kleinen Amor gleich ſchlüpfte das Kind durch die Gebüſche, um der mit ſcherzhafter Drohung nacheilenden Marie zu entfliehen; dieſe trieb abſichtlich das muthwillige Spiel eine Zeitlang fort, weil es gar zu reizend ließ, wenn die Kleine ihr Locken⸗ köpfchen hinter den Zweigen eines grünen Buſches hervor⸗ ſteckte und mit ihrem Silberſtimmchen fragte:„Siehſt Du mich, Tante?“
Indeſſen war die Abendröthe faſt verduftet, und bläu⸗ liches Mondlicht miſchte ſich mit der roſigen Dämmerung, die ſich über den Garten ergoß; die Sichel des Neumonds ſchwebte auf dem blauen ruhigen Ocean des Himmels und warf ſilberne Blicke zwiſchen die flüſternden Gebüſche hindurch. Die Kinder mußten nun hinauf, um ſchlafen zu gehen, und Thereſe war auch, nachdem dem aufregenden Spiel der Neckereien die Abſpannung gefolgt war, herzlich müde. Sie folgte daher willig der Dienſtmagd und ließ ſich hinauftra⸗ gen. Die zunehmende Abendkälte nöthigte auch die Mutter, das Gemach zu ſuchen; Marie ging noch eine Zeitlang im Garten auf und nieder, dann folgte auch ſie nach und ge⸗ noß bald einer ſanften, erquickenden Ruhe, die ſelbſt das trauernde Herz nicht flieht, wenn es zugleich ein reines iſt.
Mit dem nächſten Tage begannen die Einrichtungen,
welche man für den Gebrauch des Bades zu treffen hatte; 1**


