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dem Vorgefallenen noch nicht das Mindeſte erfahren hatte, aber begreiflicherweiſe ſehr erfreut darüber war.
Während deſſen hatte Feodorowna mit Arinien auf ih⸗ rem Gemach eine traurige Stunde hingebracht, in welcher ſie erſt den ganzen Zuſammenhang der Begebenheiten erfuhr, die Axinias Hinzukommen zu ihrer Unterredung mit dem Vater verurſacht hatten. Um Paul von Dem, welches Feodorowna für Beide thun wollte, zu unterrichten, hatte ſie von dem frühe⸗ ſten Morgen an eine Gelegenheit geſucht, ihn zu ſprechen; indeſſen war es ihr mißlungen. Eben wollte ſie zum drit⸗ ten Male nach dem Schloſſe gehen, als ihr der Verwalter, der ein erbitterter Feind Pauls war, im Schloßthore die Nachricht von ſeiner Beſtrafung mit höhniſchen Worten mittheilte.
Kaum hatte ſie die entſetzliche Nachricht vernommen, de⸗ ren Zuſammenhang mit ihrem eignen Geſchick ſie ſogleich dunkel ahnete, als ſie auch im Hofe den an den Pfahl ge⸗ bundenen Paul erblickte.
Dies ſehen, die Stufen der Marmortreppe hinanfliegen, durch die Schar der Diener unaufhaltſam bis zum Zimmer des Grafen vordringen und hineinſtürzen, war das Werk we⸗ niger Augenblicke geweſen. Glücklicherweiſe war Jeannette noch zur rechten Zeit mit Feodorownas Befehl, Pauls Strafe aufzuſchieben, eingetroffen. Jetzt hatte man ihn losgebun⸗ den und in ein kleines Zimmer geführt, wo er als Gefan⸗ gener bewacht wurde. Arxinia hegte anfangs noch einige Be⸗ ſorgniſſe um ihn, indeſſen gab Feodorowna ihr die heilige Verſicherung, daß ſie nun nichts mehr zu fürchten habe; zu⸗ gleich ſandte ſie, da ſie ſich der Vollmacht ihres Handelns gewiß fühlte, durch Jeannette den Befehl hinüber, Paul ſo⸗ fort frei zu laſſen und ihn zu ihr zu ſenden.
Dolgorow ließ ſeine Tochter zu ſich bitten. Sie ging


