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Damm, der ſonſt das Bett ihres Lebens ſchied, überfluthet, und wie gerettete Schiffbrüchige umarmten ſie ſich an dem Strande, wohin die Lebenswelle ſie geworfen hatte, kaum wiſſend, ob in. Jammer oder in Seligkeit. Endlich verlie⸗ ßen Feodorowna die Kräfte, und ſie bat:„O, leitet mich auf mein Zimmer! Ich bin ſehr erſchöpft!“ Gütiger Him⸗ mel! dachte ſie, habe ich denn nicht auf der Folterbank ge⸗ legen, bis die Qual mir mein eignes Todesurtheil aus⸗ preßte? Aber ſie ſchwieg, und kein Laut verrieth das un⸗ ermeßliche Opfer, welches ſie der Menſchlichkeit gebracht hatte. Langſam geleiteten Jeannette und Arinia ſie auf ihr Ge⸗ mach; hier fand ſie Einſamkeit und Ruhe, um einen kla⸗ rern Blick auf die Löſung der verworrenen Fäden ihres Ge⸗ ſchicks zu werfen.
Viertes Capitel.
Die feierliche Verlobung ſollte ſogleich vollzogen werden; die Vermählung ſelbſt forderte der unerläßlichen Ceremonien we⸗ gen einen längern Aufſchub, und man mußte es einſtweilen der Wendung der Zeitereigniſſe überlaſſen, wann dieſes Feſt am ſchicklichſten anzuſetzen ſei. Daß Feodorowna zurücktreten werde, befürchtete der Vater nicht, denn er wußte, daß ſie bei der Strenge ihrer Grundſätze ein gegebenes Verſprechen zu heilig halte, um es unter irgend einem Vorwande zu⸗ rückzunehmen..
Dolgorow und Ochalskoi gingen, um ſie zu benachrich⸗ tigen, zur Gräfin hinüber, die, gewohnt, ſpät aufzuſtehen, von
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