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warf einen Shwal über und eilte mit ſchwankenden Schrit⸗
ten, denn ſie ahnete die Veranlaſſung dieſes Unfalls nur zu richtig, zu dem Vater hinüber. Sie fand ihn in der hef⸗ tigſten Aufregung in ſeinem Zimmer auf und nieder gehend. Er empfing die Eintretende mit finſtern Blicken und dem rauhen Wort:„Was willſt Du?“
„Gnade für einen Unglücklichen, mein Vater! O, neh⸗ men Sie Ihr raſches Wort zurück; es war nicht Ihr menſch⸗ liches Herz, welches dieſes grauſenvolle Urtheil ausſprach.“
„Kennſt Du ſein Verbrechen?“ rief der Graf und
rollte zornig die Augen.„Alle dieſe Fremden ſind Heuchler und Verräther; die Stunde iſt gekommen, wo die Nache ſie ereilt. Sie trotzen darauf, daß unſer Geſetz ſie nicht trifft; ſie ſollen wenigſtens erfahren, daß unſere Macht ſie ſtrafen kann, und daß Diejenigen, welche keinem Geſetz gehorchen wollen, auch von keinem beſchützt werden. Ließe ich einen ſooelchen Frevel an der geheiligten Perſon des Herrn unbe⸗ ſtraft, ich wäre werth, daß meine Vaſallen mich verachteten. Die Hand gegen ſeinen Gebieter aufzuheben! Es fehlte nur, daß eine Tochter, die den kindlichen Gehorſam verleug⸗ net, ſich noch verbrecheriſcher und nſeüirerſcher Knechte annähme!“ Feodorowna, ſo ſehr ſie durch dieſe rauhe Entgegnung zurückgeſchreckt war, verlor doch den Muth nicht, ſondern nahte ſich dem Vater noch einmal mit rührender Bitte:
„Ich kenne das Vergehen des Unglücklichen nicht, ich weiß
nur, daß ſeine Strafe grauſenvoll, daß ſie entſetzlich iſt. Ha⸗ ben die ſanftern Sitten fremder Länder Sie nicht entwöhnt, mein Vater, von dem blutig ſtrengen Geſetz, das über den Bewohnern dieſes Landes waltet? Ich hatte es ohnehin heute im Sinne, Ihr Herz zu einer milden Handlung der
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