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So verſtrich ein voller Monat. Paul ging indeſſen ſtumm, verſtört umher. Die Nachricht, daß der Graf komme, gab ihm das Leben wieder. Dem Herrn, der ihn liebte, wollte er Alles geſtehen, von ſeiner Gunſt die Geliebte erbitten. Unter die Landleute gemiſcht, eilte er ihm voller banger Hoff⸗ nungen entgegen. Da war das erſte Wort, welches er hörte, das Verſprechen Dolgorows, ſeine Geliebte, Waſiliews Toch⸗ ter, mit dem Sohne des alten Iwan zu vermählen. Er wußte, daß der Graf ſolche Entſchlüſſe, ſolche Verſprechun⸗ gen nicht zurücknahm. In Todesangſt eilte er zu Axinien, die ſtill und traurig daheim geblieben war, während die übrigen die ankommende Herrſchaft begrüßten; denn ſie wagte es nicht, ihrer ſonſt ſo geliebten Gebieterin vor die Augen zu treten. Während Paul in ſtummer Verzweiflung noch bei Axinien verweilte und Beide ihres Jammers keinen Rath wußten, traf ſchon Feodorownas Botſchaft ein, welche die Geſpielin aufs Schloß berief. Von der Kraft der Liebe er⸗ muthigt, von dem immer näher herandringenden Unglück zur Nothwendigkeit des Handelns getrieben, beſchloß Arinia, der Gebieterin Alles zu entdecken, und durch den ſchwachen Schimmer der Hoffnung, der ſich an dieſen Entſchluß knüpfte, aufgerichtet, ging ſie aufs Schloß. Sie hatte ihn nun vollführt, und ihrem Unglück eine tröſtende Theilnahme, ih⸗ rem Fehltritt eine milde Vergebung gefunden.
Nachdem Feodorowna die Bekenntniſſe Axiniens ange⸗ hört hatte, richtete ſie die Verzagende durch ſanften Zuſpruch auf.„Es kann noch Alles gut werden, Arinia; ich werde meinen Vater morgen mit dem Früheſten bitten, daß er ſeine Einwilligung zu Deiner Verbindung mit Paul gebe; für das Verſprechen, welches er dem alten Iwan gegeben, wird ſich wol eine Entſchädigung finden laſſen. Denkt mein Vater wie ich, ſo wird er Deine Verbindung mit Paul für eine
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