Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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und ſtreng in dieſem Lande erſcheint, diesmal ein gütiger Beſchirmer deſſelben werden. Die Schrecken, welche über Nußland hereinzubrechen drohen, ſehen furchtbarer aus, als ſie ſind; der Feind weiß nicht, hinter welchen Wällen und Mauern dieſes Reich ſieben Monate lang jedem Angriffe zu trotzen vermag. Wir werden vielleicht die Ernte eines Jah⸗ res und einen zehnjährigen Nachwuchs unſerer unermeßlichen Wälder aufzuopfern haben; mehr befürchte ich nicht. Laſſen wir dem Feinde dieſen Boden auf einen Sommer, er wird ihn uns dafür im nächſten, mit ſeinem Blute gedüngt, deſto fruchtbarer zurückgeben. In Schlachten mag der große Welt⸗ eroberer unbeſiegbar ſein; laßt ſehen, ob er auch auf Feldern von Sand und Aſche Ernten halten, ob er ſeine Krieger unter freiem Himmel gegen den nordiſchen Herbſt, des Win⸗ ters nicht zu gedenken, beſchützen kann. Er muß, während 4. wir ſprechen, über den Niemen gegangen ſein; es iſt ſein 4 Nubicon; Cäſars Scheinglück nahm ein trauriges Ende. Nicht wahr, würdiger Vater,“ wandte er ſich zu Gregor, „auch Ihr habt Hoffnung, daß Rußland ſiegreich aus dieſem b Kampfe hervorgehen wird?“ „Die Kraft ſeines Volks und die Gnade ſeines Gottes werden es erhalten,“ erwiderte der Geiſtliche.„Wenn alle Gemeinden ſo handeln gegen dieſe blutigen Zerſtörer unſerer Heiligthümer, wie ich es von der mir anvertrauten Schar erwarten darf, ſo würden die Heerſcharen des Kerxes nicht hinreichen, unſer Vaterland zu unterjochen.“

Fürſt Ochalskoi trat, in die Uniform ſeines Regiments gekleidet, in den Saal. Dolgorow begrüßte ihn, ging ihm entgegen und zog ihn ſogleich ins Geſpräch.„Es iſt mir lieb,“ fuhr er ſodann fort,„daß Ihr ſchon ſelbſtthaͤtig zu wirken geſucht habt, Vater Gregor; denn eine Haupturſache, weshalb ich auf die Güter komme, iſt die, desfalls Rück⸗