Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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dieſer glänzenden Welt, um ſich der klöſterlichen Stille zu widmen, ſo darf der Diener des Herrn ſie von dieſen näch⸗ ſten und reinſten Wegen zur ewigen Gliückſeligkeit nicht ab⸗ wendig machen.“

Der Graf ſtand heftig auf und blickte den Prieſter mit rollenden Augen an:„Wie, auch von Euch erfahre ich Wi⸗ derſtand? Iſt etwa das der fromme Beruf des Geiſtlichen, ungehorſame Kinder in Schutz zu nehmen wider ihre Väter? Aber wißt, wollt Ihr es aufs Außerſte treiben, ſo thue ich es auch, und der Erfolg wird lehren, ob der Eigenſinn eines Mädchens, beſchützt von einem Prieſter, den eiſernen Willen eines Vaters zu brechen vermag.“

Gregor blickte den Grafen ernſt, aber ohne zu zürnen, an.„Ihr mißverſteht mich ſehr, Herr Graf,“ antwortete er,„wenn Ihr glaubt, daß ich den Ungehorſam einer Toch⸗ ter gegen ihren Vater in Schutz nehmen wolle; vielmehr das Gegentheil. Denn ich will ſie prüfen, ob ſie wirklich einem Gebot ihres Vaters im Himmel gehorcht; und das werdet Ihr doch nicht leugnen, daß ſeine Rechte den Eurigen vor⸗ gehen.“ Der Graf drückte vor Zorn die Lippen zuſammen und ſchwieg; heftig ging er einige Male in dem Saale auf und nieder, während Gregor ruhig auf ſeinem Seſſel blieb und in ſeiner ernſten, frommen Haltung, wie der Schimmer des Abendroths ſeine ſilbernen Locken umfloß, einem Heiligen ähnlich ſah. Dolgorow trat vor ihn hin und ſprach mit erzwungener Ruhe:„Seid vernünftig, Gregor, fügt Euch meinen Wünſchen. Erinnert Euch, daß Ihr noch Manches von mir zu bitten habt. Euer Wunſch, die Kirche neu auszuſchmücken, ſoll nicht nur gewährt, er ſoll weit über⸗ troffen werden. Ich will ſie von Grund aus prächtig neu aufbauen, das Muttergottesbild—“

„Wollt Ihr den Herrn des Himmels beſtechen?“ ent⸗

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