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ten Herbſttagen des Lebens, wo mein Pfad ſchon dicht am Rande der Gruft hinführt, jetzt muß ich noch die Palme des Friedens, die der Hand des greiſen Mannes ſo viel ſchöner ſteht, mit dem Schwerte der Rache vertauſchen! Allein wie der Allmächtige will. Sein iſt der ſegnende Thau, der milde Regen, der goldene Strahl der Sonne; ſein ſind die Blitze und Donner des verfinſterten Himmels. Er ſende ſeinen Diener aus, zu ſegnen oder zu rächen, die Frommen zu belehren und ſanft zu ihm zu führen, oder die Frevler in den finſtern Abgrund der Hölle, aus dem ſie aufgeſtiegen ſind, zurückzuſchleudern: Gregor wird ſein greiſes Haupt gehorſam dem Willen des Vaters beugen.
Während er, in dieſe Betrachtungen verſenkt, das Ant⸗ litz der ſinkenden Sonne, dieſem ſchönen Bilde ſeines Lebens, zuwandte, hatten ſich die Flügelthüren des Saales geöffnet, und Graf Dolgorow war eingetreten. Trotz ſeines ſtolzen Ganges, trotz des Herrſcherblickes, der unter ſeiner hohen Stirn flammte, erſchien er doch in ſeinem ganzen Weſen wie von Gram und Unmuth gebeugt.„Ich habe wichtige Dinge mit Euch zu beſprechen, Vater Gregor,“ begann er, indem er raſch auf den Greis zuſchritt und dieſen hinderte, von dem Seſſel aufzuſtehen;„wir müſſen die Augenblicke ergreifen, in denen wir allein ſind.“ Mit dieſen Worten zog er einen Seſſel heran und nahm dem Geiſtlichen gegen⸗ über Platz.
„Es iſt eine ernſte Zeit,“ erwiderte Gregor und ſchüt⸗ telte langſam das ehrwürdige Haupt.
„Bevor wir von den Dingen reden, die das Land und
uns Alle betreffen, habe ich von etwas zu ſprechen, was
mich allein angeht. Der fremde Herr, welcher mich begleitet, iſt der Fürſt Ochalskoi, Obriſt im Heere des Kaiſers.
Ich will meine Tochter Feodorowna mit ihm vermählen;


