Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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die Männer zu ermorden.“

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ihrer Väter, für den alten Thron ihrer Zaaren, für das

Heiligthum des Vaterlandes.“

„Ihr werdet wohlthun,“ erwiderte der Graf;„doch mehr als die Liebe vermag der Haß, darum ſähe ich es lieber, wenn Ihr ihre Seele mit unverſöhnlichem Grimm gegen die Feinde erfüllen wolltet. Schildert ſie ihnen als Räuber, die nur heranziehen, um unſere Felder zu zerſtören, unſere Dörfer und Städte mit Feuer zu verwüſten, die Heer⸗ den wegzuführen, Weiber und Töchter zu mißhandeln und

„Möchten ſie dies Alles, möchten ſie noch gräßlichere Verbrechen verüben wollen,“ erwiderte Gregor;„es wäre darum doch meine Prieſterpflicht, Verſöhnung und Milde gegen ſie zu lehren; aber ſie kommen als Feinde Gottes, als Zerſtörer unſerer Tempel, und dieſen Frevel müſſen wir rächen; die andern Güter, dieſe vergänglichen Zierden des Lebens, dürfen wir nur vertheidigen.“

Eine Falte auf des Grafen Stirn zeigte, daß er mit der Antwort des Geiſtlichen unzufrieden war. Doch er ſchwieg, denn er wußte, daß er leichter einen Felſen als Gregors gläubige Feſtigkeit und Strenge erſchüttert haben würde.

Indeſſen hatte man das Schloßthor erreicht, und der Graf trat in ſeine Beſitzung ein, während die Landleute draußen zurückblieben. Nur Gregor begleitete ihn auf einen Wink die Stiege hinauf.„Erwartet uns im Speiſeſaal, frommer Vater,“ ſprach er zu ihm;„ſobald wir die Reiſe⸗ kleider abgelegt haben, werden wir Euch dort aufſuchen⸗ Ich ſelbſt werde in wenigen Minuten wieder bei Euch ſein, um eine Angelegenheit, die mir wichtig iſt, mit Euch zu beſprechen.“ Mit dieſen Worten verſchwand er in der Thüre, welche zu ſeinen Wohnzimmern führte; die Frauen begaben

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