Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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„Ja, gnadigſter Herr,“ erwiderte der Alte,„ſie ſtarb im vergangenen Herbſt, und mir fehlt ſeitdem eine Wirthin im Hauſe.“

„Dein älteſter Sohn ſoll heirathen,“ erwiderte der Graf;. „Waſiliews Tochter iſt ein Weib für ihn. Ich werde ihnen in dieſen Tagen die Hochzeit ausrichten.“ Der Alte dankte mit unterwürfiger Freude für dieſen Befehl; denn ein ſolcher. war das ausgeſprochene Wort des Grafen. 8

Der Verwalter fragte behutſam nach den Kriegsbege⸗ benheiten.

Der Feind rückt gegen unſere Grenze heran,“ entgegnete der Graf;„er dringt mit großer Heeresmacht vor; ich bin hauptſächlich deshalb hierhergekommen, um die Anordnungen zu treffen, welche der Krieg nöthig macht.“

„Ich hörte heut' in Smolensk—“ fing der Verwalter 4 mit wichtiger und zugleich beſorgter Miene an.

„Vermuthlich dieſelben albernen Gerüchte, die auch mich verfolgt haben,“ unterbrach der Graf ihn ſtreng, ohne jedoch ſich näher auszulaſſen.

Der neugierige Verwalter verſuchte ſein Heil noch ein⸗ mal und bemerkte mit ängſtlichem Ausdruck:„Man war hier bereits ſehr beſtürzt—“ 3 3

Doch der Graf, der es nicht liebte, mit ſeinen Dienern zu ſchwatzen, wandte ſich ohne Antwort ab und zu dem Geiſtlichen:„Ich werde Eures Beiſtandes bedürfen, Gregor, um meine Unterthanen muthig und vertrauensvoll zu erhal⸗ 4 ten, zumal wenn man ihnen durch die Verbreitung thörich⸗ b

ter Gerüchte unnütze Beſorgniſſe einflößt.“ Der Verwalter zog ſich ſcheu auf die Seite, froh, ſeinen Vorwitz nicht ſtrenger beſtraft zu ſehen.

Gregor erwiderte auf die Worte des Grafen:„Ich werde die Herzen des Volkes entflammen für den Glauben