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den außerordentlichen Dienſt bezahlen werde, und verſprach ihm daher eine anſehnliche Belohnung, wenn er den Wagen bald wieder in Stand ſetze. Doch der kleine Schwarzkopf mit dem Zigeunergeſicht zog eine bedenkliche Miene und ſprach:„Das iſt freilich leicht geſagt, Monſignore, aber nicht leicht ausgeführt. Wenn um die jetzige Zeit erſt die Lawi⸗ nen zu ſtürzen anfangen, ſo iſt man keine Viertelſtunde ſicher. Eine nach der andern ſetzt ſich in Bewegung. Ja, wenn wir harten Froſt hätten! Aber ich ſpüre Thauwetter, und da mag der Teufel trauen. Es könnte leicht ſein, daß Ihr hier lange vergeblich auf unſere Rückkehr wartetet. Bei Tage kann man ſich eher vorſehen, auch hört gegen Morgen die Gefahr auf, denn was die Sonne am Tage locker ge⸗ ſchmolzen hat, iſt bis dahin heruntergeſtürzt, und ſie muß dann erſt neue Maſſen losthauen. Aber jetzo, bei Nacht da iſt das Ding nicht zu wagen!“ Ludwig ahnete, wie peinlich die Verzögerung der L für Bianca ſein müſſe, obwol ſie der dringendſten Ge bereits entronnen war. Er ſprach daher entſchloſſen: begleite Euch, wir wollen die Gefahr theilen.“ „Das wäre ganz gut, Monſignore,“ antwortete der Po⸗ ſtillon, ohne ſeine bedenkliche Miene zu ändern,„wenn wir's mit ein paar Galgenvögeln zu thun hätten, die am Wege hinterm Buſch lauern. Aber die Lawine fragt nichts dar⸗ nach, ob wir zwei, oder drei, oder zwanzig ſind. Sie macht reinen Tiſch mit Allen, die ihr in den Weg kommen!“ „So laßt's uns doch wenigſtens verſuchen, Freund,“ ſprach Ludwig, indem er die Laterne ergriff.„Ich will voran.“ 3 Bianca ſah ihn mit einem dankbaren Blicke an, der 4½ ihn noch mehr in ſeinem Entſchluß beſtärkte.„Habt Ihr in Beil?“ fragte er. 8 2*
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