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uns der Unfall lange aufhalten?“ fragte Bianca beſorgt, in⸗ dem ſie zu den beiden Männern trat, die eben die Hinter⸗ achſen und Räder beſahen.
„Je nun, Signora,“ antwortete der Poſtillon, indem er die rothe Mütze ehrerbietig abzog,„bis zum nächſten Poſt⸗ hauſe, vielleicht auch bis Brieg ſchleppen wir uns allenfalls hinunter; aber dort wird der Stellmacher wol einen oder
— Tage Arbeit haben. Die rechte Vorderachſe iſt mitten von einander geborſten, und das Rad hält mit Noth und Mühe noch die Speichen in der Nabe. Die Deichſel hat der Henker auch geholt; daß der Kaſten ſchmählich zer⸗ fahren iſt, will ich nicht einmal rechnen. Hinten geht's noch ſo leidlich, aber das rechte Rad hat auch gelitten.“ 2 Bianca warf während dieſes Berichts unruhige Blicke auf ihre Begleiterin und auf Paul. Der Letztere fing end⸗ lich an:„Es wird ſich noch machen laſſen, gnädigſte Grä⸗ ſin; ich denke, wenn man Schmied und Rademacher gut be⸗ zahlt, ſo kommen wir mit einigen Stunden Aufenthalt da⸗ von. Freilich aber wäre jetzt keine Zeit zu verlieren.“
„Ja, mein Freund,“ fing der Poſtillon an,„ſo kön⸗ nen wir nicht vorwärts; ein Paar junge Bäume müſſen wir erſt abſchlagen: einen, um ihn unter die Achſe, den andern, um ihn gegen die Deichſel zu binden. Es iſt nur ver⸗ wünſcht, daß wir hier ſchwerlich paſſendes Holz finden, denn wenn ich mich jemals gut hier oben umgeſehen habe, ſo wächſt auf dieſer Höhe noch kein Stamm, wie wir ihn brau⸗ chen; es iſt nichts als krummes, verkrüppeltes Knieholz. Eine halbe Stunde weiter unten möchte es eher angehen.“
„So laß uns dahin,“ erwiderte Paul;„denn vorwärts müſſen wir, die Herrſchaft hat große Eile.“
Der Poſtillon ſtand unſchlüſſig. Ludwig glaubte, er
woolle nach Art der Italiener erſt ſehen, wie hoch man ihm


