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mener Seligkeit ſanft an ſich drückte;„Schweſter, was iſt Dir?“— Sie antwortete nicht; überhaupt ließ ſich kein Laut vernehmen. Ludwig bebte ſchaudernd zuſammen. Hatte der entſetzenvolle Augenblick Allen zugleich das Leben ge⸗ raubt?
Indem erhellten Funken das Dunkel. Es war der Po⸗ ſtillon, welcher Feuer anſchlug; bei dem zuckenden Lichtſchim⸗ mer ſah er, daß Bianca bleich, mit geſchloſſenen Augen und Lippen in ſeinen Armen lag, und auch die Pflegerin, wie es ſchien, bewußtlos auf den Sitz des Wagens zurückgeſun⸗ ken war.
„Licht, Licht!“ rief er haſtig.
„Gleich, Signore!“
Die Laterne war angezündet und erhellte das düſtere Felsgewölbe der Gallerie mit einem trüben Schimmer. Der Poſtemon hob ſie in die Höhe und fragte:„Es hat doch Niemand Schaden genommen? Aber der Teufel, wo iſt denn der Bediente?“ Erſt jetzt bemerkte Ludwig, daß die⸗ ſer fehle; er mußte geſtürzt ſein.„Wir müſſen ihn aufſu⸗ chen,“ rief er, und ließ die theure Laſt, die er in ſeinen Ar⸗ men hielt, ſanft auf den Sitz des Wagens nieder. Dann ſprang er hinaus, um mit dem Poſtillon gemeinſchaftlich den Verunglückten aufzuſuchen. Dies war ſchnell geſchehen, denn ſie fanden ihn dicht am Eingange der Gallerie beſin⸗ nungslos auf dem felſigen Boden liegen. An der Stirne blutete er zwar ein wenig, doch war die Verletzung nicht be⸗ deutend, auch ſchien er ſonſt nicht verwundet zu ſein. Der Poſtillon wuſch ihm mit einer Hand voll Schnee, den der
Wind an den Seitenwänden der Gallerie angetrieben hatte,
die blutende Stirn, während Ludwig ihn aufzurichten und zu erwecken bemüht war. Der Alte fand die Beſinnung
Hnell wieder.„Wo bin ich?“ fragte er mehr erſtaunt als


