Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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Gird gehen,“ ſprach der Poſtillon und trieb ſeine (pfe.

war in aͤngſtlicher Spannung, denn Jeder malte

3 ſich c Stillen die ſchauerlichen Schrecken eines Begräbniſſes

ur ürzenden Lawinen aus. In wenigen Augenblicken

s g alle die Erzählungen an der Erinnerung vorüber,

Fn die jugendliche Phantaſie ſchon in den früheſten Jah⸗

ze irch Berichte von dieſen furchtbaren Naturereigniſſen in

ver Schweiz ſüßſchauerlich aufgeregt hatten.

Plötlich donnerte und krachte es dumpf in der Höhe. „Dio santo!“ rief der Poſtillon und ſah empor. Zu⸗ gleich aber ſetzte er dem Pferde, auf dem er ritt, die Spornen ein, ſchwang die Peitſche, und in betäubender Schnelligkeit QJWraſſelte der Wagen dahin.

Bianca ergriff ängſtlich die Hand der Pflegerin ihr ge⸗

genüher. Ludwig ſuchte Ruhe zu gewinnen und ſprach:„Es wird keine Gefahr haben; dieſe Leute wiſſen ſehr genau Be⸗ ſcheid und ſind ungemein vorſichtig.“

Doch kaum hatte er dieſe Worte geſprochen, als ein furchtbares Krachen dicht über ihren Häuptern erſcholl; es war, als ſtürze der Berg mit ihnen zuſammen. Die Pferde bäumten ſich und prallten ſcheu auf die Seite, ſodaß der

Wagen hart an den Rand des Abgrundes geſchleudert wurde.

Doch der muthige Reiter verlor die Faſſung nicht, ſondern rieb ſie mit Spornen und Peitſche vorwärts. Die Gefahr, 5 hinabzuſtürzen, dauerte nur eine Secunde; doch der größern war man noch nicht entronnen, denn jetzo krachte es fürch⸗ terlich rings um die Reiſenden her, und ſie ſahen ſich plötzlich 5 in eine weiße Wolke gehüllt. Der Boden bebte, ein gewaltiger Druck der Luft ſchleuderte Ludwig von dem Sitz herab,

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