den dreifachen Bogenreihen konnte man ungehindert umher⸗ wandeln. Darnach erſtreckten ſich die Arbeiten auch auf die Arena und wurden ſelbſt nach dazwiſchengekommenen Unter⸗ brechungen weiter fortgeſetzt. Weiſe Ausbeſſerungen ſicherten dem Amphitheater Veſpaſians, welches mit dem aller Ver⸗ wüſtung trotzenden römiſchen Ziegelſteinen erbaut iſt, eine noch lange Dauer.
Rom, deſſen Sinn ſich eine unverzeihliche Nachläſſig⸗ keit und Vandalismus hatte zu Schulden kommen laſſen, wußte wenig Dank für dieſe Bemühungen. Es zeigt den Fremden dieſen Glanz und nimmt den Dank heuchleriſch für ſich hin.
Die Ciceroni, deren Geſchwätzigkeit ſprichwörtlich ge⸗ worden iſt, erwähnen niemals, daß Fremde für die alten Bauwerke ſich verwendeten, vielmehr wird der römiſchen Regierung alles beigemeſſen und ihr Verdienſt den Tugenden der Vorfahren an die Seite geſtellt.
Die Ciceroni ſind ein läſtiges widerwärtiges Geſchmeiß für den Reiſenden. Bei unwiſſender Lügenhaftigkeit wollen ſie ſich gelehrt und unterrichtet zeigen, obſchon ihr Wort⸗ ſchwall in Betreff der Erklärungen, welche ſie geben, kein Titelchen über die Buchſtaben des„Handführers durch Rom“ hinausgeht. Leichtgläubigkeit und Unerfahrenheit werden von ihnen auf das Unverſchämteſte ausgebeutet. In neuerer Zeit wird ihr Gewerbe durch beſſere Handbücher ſehr beſchränkt, vorzüglich fallen die Engländer ihnen nicht mehr ſo rettungslos in die Hände. Uebrigens verſchmähen


