Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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die Säulen des Tempels der Fortuna, des Jupiter tonans und die des Phokus, welche zwiſchen Gebäude eingepfercht waren, wurden wieder ganz dem Auge des Beſchauers zugänglich gemacht. Die Baſilika Conſtantins wurde von den um⸗ gebenden baufälligen Häuſern, unter denen man das antike Pflaſter wieder auffand, befreit und zeigte ihre gigantiſchen Wölbungen. Häuſerreihen mußten niedergebrochen werden, um die Verbindung zwiſchen dem Coliſeum und Forum wie ſie früher geweſen, wieder herzuſtellen. Der Bogen des Titus erhielt ſeine freien Seiten zurück und beim Ab⸗ tragen des Schutts um den Venustempel herum entdeckte man eine Menge koſtbarer Ueberreſte alter Baukunſt. Nur ungeheuern Anſtrengungen gelang es, die Bäder des Titus herzuſtellen.

Das Coliſeum ſelbſt war gleichſam ein Steinbruch geworden, der das Material zum Baue von Paläſten lieferte, unter denen der Palaſt der Kanzlei, der Bamberini, Chigi, Farneſe und anderer von dem Nepotismus errichteter Ge⸗ bäude genannt werden können. Es wurde nur noch durch den Bau von vierzehn Kapellen gerettet, welche unter Cle⸗ mens dem Zehnten in das antike Monument verlegt wurden und es ſo unter den Schirm der Andacht ſtellten.

Ich habe bereits geſagt, welche Mühen der franzöſiſchen Regierung durch Herſtellung der Außenſeiten des Coliſeum erwachſen. Nicht mindere Schwierigkeiten boten die inneren Räume deſſelben dar. Die Säulengänge wurden gereinigt, die Quader des Fußbodens ans Tageslicht gebracht und in