Engländer ſind reich, verthun viel und laſſen ſich leicht be⸗
12 trügen, während die„rechtgläubigen“ Franzoſen in der Regel als arme Teufel hinkommen und keinen gemachten
oder nachgemachten Kram kaufen.
Kriegeriſcher Sinn zeigt ſich bei dem Italiener Roms gar nicht.
Es exiſtirt zwar vorſchriftsmäßig in den römiſchen Staaten und der päpſtlichen Hauptſtaͤdt eine Bürgergarde, allein die Exiſtenz derſelben liegt außerhalb der Wirklichkeit, wenigſtens iſt ſie nur durch einige Offiziere ohne Soldaten repräſentirt.
Als nach der Wiederherſtellung der päpſtlichen Herr⸗ ſchaft dieſer Dienſt 1817 zur Pflicht gemacht wurde, beſtand die Bürgergarde Roms aus viertauſend Mann, welche unter den Grundeigenthümern ausgewählt waren und vier Regi⸗ menter bildeten, deren oberſter Führer der Senator war. Bür⸗ gerliche konnten nur bis zu den Graden eines Lieutenants oder höchſtens eines Hauptmanns zugelaſſen werden; die höheren Stellen gehörten dem Adel an und wurden durch päpſtliche Ernennung beſetzt.
Leo der Zwölfte erklärte die Bürgergarde zu einer frei⸗ willigen, und verſetzte ihr damit den Todesſtreich. Heutzu⸗ tage zählt ſie in ihrem wirklichen Beſtande nicht mehr als 250 Mann, die nur durch die Vorrechte, welche ſie genießen, unter den Fahnen gehalten werden. Sie ſind nämlich von mehreren Abgaben frei und werden mit mancherlei Unterſtellen in der Verwaltung belehnt; überdies kann gegen ſie ohne


