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in zwei Parteien, in Spanier und Neapolitaner. Jede dieſer Parteien zählte enthuſiaſtiſch, wie vielmal ihre diva Beifall geerndtet hatte und von dem Geſchrei der fuoͤra herausge⸗ rufen war. Die Gegner ſprachen mit nicht weniger Begei⸗ ſterung, wie oft dieſelbe Huld ihrem Idole zu Theil geworden, wie anmuthig ſie ſich verneigt, mit welchem Reize ſie die Hand aufs Herz gelegt und den Logen und der Platea Küſſe zugeworfen. Die Schauſpieler in Italien und namentlich in Rom haben nämlich die Gewohnheit, auf ſolche Weiſe ihren Dank zu äußern. Werden ſie beklaſcht, ſo unterbrechen ſie ihre Rolle, um ſich dankend zu verneigen, und nehmen hinter⸗ her auf die unbefangenſte Weiſe von der Welt den fallenge⸗ laſſenen Charakter des Stücks wieder auf.
— In dem Feuer dieſer Abendberichte wurden die dichten Regen von Sonnetten und Blumen, die auf die Bühne fielen, nicht vergeſſen. Dann zog man aus, um den beiden Künſtlerinnen einen Abendgeſang unter Muſikbegleitung zu bringen. Am nächſten Tage vernahm man, daß bei jeder dieſer Ehrenbezeugungen die entſprechenden Gegner nicht gefehlt hatten und während die Einen riefen: Viva Italia! ertönte von den Anderen: Viva Spagna! In allen Stadt⸗ theilen widerhallte der Ruf und dieſe Meſcolanza der Ita⸗ liſchen und Spaniſchen ſchien einen Augenblick die Ruhe der Stadt zu gefährden. Das Volk nahm natürlich an den Serenaden, die ihm allzu ſchnell endeten, ſeinen Antheil. Nebenbuhlerſchaften, ſo der Kunſt wie der Künſtler, ſind überhaupt in allen Städten Italiens an der Tagesordnung.


