Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Um ihren Dienſteifer kund zu geben, antworteten die Auf⸗ wärter mit lautem Geſchrei auf die Anrufe und poſaunen mit lauter Stimme aus, was verlangt worden iſt. Die Abbés vertreten in Rom allenorts die Offiziere anderer Länder, und geben die Lärmmacher ab. Das Geſchirr wird ſtolz und lärmend von ihnen auf die Tiſche geworfen. Die Gaſthalter befleißigen ſich des Anſtandes, der in anderen Ländern in der Haltung derartiger Leute beobachtet wird, nicht; je nach der Jahreszeit tragen ſie eine weiße Jacke oder gehen in Hemdsärmeln. Oberhalb des Zahlbureaus hängt ein Ma⸗ donnenbild, vor dem fortwährend eine Lampe brennt.

Eine weite Thür führt in einen Garten voll hoher Lorbeer⸗ und Zitronenbäume, wohin man ſich in den heißen Souimertagen flüchtet. Die Stammgäſte vereinigen ſich da⸗ ſelbſt an den Abenden. Die Fenſterniſchen werden verlaſſen und beim Sternenglanze entſpinnt die Unterhaltung jene italieniſche Koſerei, welche durch ihre Laune und Phantaſie den märchenhaften Anſtrich des Orients gewinnt.

Nach dem Theater begab ich mich in das genannte Kaffeehaus. Die tumultuariſche Scene, in die ich gerieth, iſt mir unmöglich zu beſchreiben. Zwei berühmte Sängerin⸗ nen, die ich Georgine und Fauſtine nennen will, theilten ſich in die Gunſt des Publikums. Die Eine kam vom Theater zu Madrid, die Andre vom San Carlo in Neapel und eine jede war bekanntermaßen von dem Geſandten ihres Landes in Gunſt genommen. Man ſtritt mit heftigem Eifer über ihre Talente und die ganzen Dilettanti Roms theilten ſich

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