Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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nicht anders, als daß man ihn an's Bette eines Sterbenden holen wolle, und ſtand in aller Eile auf. Halb angekleidet ging er die Stiegen hinab und öffnete die Thüre, ohne ein⸗ mal Licht angezündet zu haben. Da ergriff ihn eine kräftige Hand, hielt ihn feſt, und eine Stimme rief in ſein Ohr:

Fürchten Sie nichts; Ihnen geſchieht kein Leides; laſſen Sie uns ruhig beginnen. Schreien Sie nicht und machen Sie keinen Lärm; vor allen Dingen kein Licht. Ver⸗ halten Sie ſich nicht ruhig und ſchweigſam, ſo tödten wir Sie.

Zu gleicher Zeit vernahm er in der Dunkelheit das Knattern mehrerer Piſtolenhähne, welche in Stand geſetzt wurden.

Dom Salvis Bemühungen, den gegebenen Vorſchriften zuwider zu handeln, wären vergebens geweſen, denn ſeine Augen waren verbunden, ein Tuch lag feſt auf ſeinen Mund gepreßt und zwei ſtarke Arme hielten die ſeinigen gefeſſelt. Er ergab ſich in geduldige Erwartung.

Draußen an der Pforte vernahm er das Geräuſch von Pferden und Kutſchern, woraus er ſchnell ſchloß, daß ein Wagen an der Thüre halte. Es däuchte ihn, als ob die

Leute ſich an den Wagen begäben und etwas daraus hervor⸗

holten, denn Einer empfahl einem Andern, er ſolle mit Vor⸗ ſicht tragen. Dieſer Gegenſtand wurde, wie ihm ſchien, in

den im Finſtern ertappten Kleiderſchrank gelegt. Hiernach

ahnete Dom Salvi, daß man ſich fortbegeben werde. In der That beſtieg man, dem Knarren des Schlags und dem Zuſammenſchlagen des Tritts nach zu urtheilen, den Wagen;