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Benehmungsweiſe Dom Salvis wurde öffentlich geprieſen, man redete von gebührender Belohnung. Dem Prieſter, der ſo verdient um die Religion war, gebührte allerdings ein Dank; man ſchlug für Dom Salvi, dieſe Zierde der Kirche, eine Beförderung im Range der Geiſtlichkeit vor. Seine Amtsbrüder ſtellten ſich insbeſondere, als ſeien ſie unerſchöpf⸗ lich in dem Lobe ſeiner Vorzüge, deren Erwägung ſie ſo un⸗ gemein niederdrückte; ſie waren eifrigſt bemüht, ſich mit der geſchminkten Milde zu bekleiden, welche das alte Teſtament den Baalsprieſtern zuſchreibt.
Ein Abgeordneter wurde insgeheim nach Nettuno be⸗ ſtellt, um Dom Salvi im Namen des Friedens der Kirche zu beſtimmen, von ſeinem Poſten abzugehen. Die Regeln des kanoniſchen Gehorſams legten ihm die harte Pflicht auf, dieſem Anſinnen nachzukommen. Er ſchied, und an folgen⸗ den Tage nahm ein Jeſuit ſeinen Platz ein.
Nettuno verſank ſchnell wieder in den bejammernswerthen Zuſtand voll Elend und Verderbtheit, Gottloſigkeit und Träg⸗ heit, woraus der Eifer und fromme Sinn Dom Salvis es geriſſen hatte.
Während dieſer Geiſtliche, dem der Abſchied von dem Dorfe der härteſte Schlag ſeines Lebens war, Nettuno be⸗ 6 wohnte, war ihm ein Abenteuer begegnet, welches ſpäter auf ſein Leben einen großen Einfluß üben ſollte.
Eines Nachts, als ihn eben nach wohl vollbrachtem Tagewerke der erſte Schlummer erquickte, weckte ein heftiges Pochen an der Thüre ihn aus ſeinem Schlafe. Er dachte


