Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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31 eine raſche Bewegung befreiete den Gefangenen von ſeinen Feſſeln und in dem Augenblicke, wo die Arme, welche ihn gehalten hatten, von ihm abließen, ſchlug die Thüre heftig zu und der Wagen ſetzte ſich, von raſchen Pferden fortgezogen, nach dem Walde von Nettuno hin in Bewegung⸗

Dom Salvi zündete Licht an, ohne Nona, ſeine treue, alte Dienerin, zu wecken, und ſuchte augenblicklich nach, was man wohl in den Schrank gelegt haben möge. Als er ſich niederbückte, bemerkte er einen Korb von feinſter Arbeit, in dem auf weichen Kiſſen mit den koſtbarſten Spitzen, eingehüllt in reiche, geſtickte Gewänder, ein Kind lag, ein wunderſchöner Knabe von friſchem, roſigem Ausſehen, der ungefähr ſechs Monate zählen mochte. Das Licht weckte ihn aus ſeinem Schlummer; er lächelte freundlich und ſtreckte ſeine kleinen Arme nach dem Prieſter aus. 84

Dom Salvis Erſtaunen war unbeſchreiblich. Doch kam es ihm nicht einen Augenblick in den Sinn, dies ſchwache Weſen, welches Gott in ſeine Hände gelegt, zurückzuweiſen. Als er die Kiſſen des Kindes zurecht zupfte, verletzte ſich ſein Finger an einer Nadel, mit der ein Papier an das Kopf⸗ kiſſen geheftet war.

Auf dieſem Papiere waren einige Zeilen des Inhalts geſchrieben: 1

„Der Ruf Ihres Edelmuths lenkte unſre Wahl auf Sie, um ihnen dieſes Pfand anzuvertrauen. Erziehen Sie das Kind unter dem Ramen Paolo und bereiten Sie es bei Zeiten darauf vor, daß es für die Kirche beſtimmt iſt. Zur