Seine Einkünfte mit dem Gehalte der Pfarre reichten aus, um die Ausgaben für den Kultus, den er durch Pracht einen an⸗ ziehenden Reiz zu geben verſtand und auf den das Dorf ſtolz war, ſo wie die Verabreichungen an Hülfsbedürftige zu decken. Niemals ſprach ein Unglücklicher die Milde Dom Salvis vergeblich an; nur daß dieſer mit Vorſicht gab: er verwaltete das den Armen zugedachte Gut wie ein anvertrauetes.
Die Wiſſenſchaft, welche Dom Salvi ſo ſehr liebte und ſuchte, hatte nicht den geringſten Stolz in ihm er⸗ zeugt. Sein Glauben war demüthig und unwandelbar, und er hielt ſich fern von aller Spitzfindigkeit und Auslegerei. Sein Wort war das Wort des Herrn zu ſeinen Jüngern. vonntag, jeden Feſttag erklärte er ſeinen Treuen das ium und zog mit Klarheit und Einfachheit Lehren, ſungen und Nutzanwendungen daraus, die er auf die Lage ſeiner Zuhörer anwendete. Wie ein vorſorglicher Hirt nahm er die Gelegenheiten wahr, um dem Augenblicke und ſeinem Bedürfniſſe einige Lehren anzupaſſen. Stets traf man ihm am Bette der Sterbenden, bei Greiſen und an der Wiege von Kindern. Für die Kranken hatte er aufmerkſame Sorge, Anweiſungen und Heilmittel bereit und ſelbſt der Thieren nahm er ſich an. Mehr aber als mit der Abwendung von Uebeln beſchäftigte er ſich, ihnen durch zeitige Vorſorge zuvorzukommen. Dom Salvi ſprach Recht, und Alle nahmen ſeine Stimme voll Vertrauen auf; das Hauptziel ſeines Strebens war aber immer friedliche Ausgleichung.
Nettuno wurde durch ſeine Bemühungen ein muſter⸗


