Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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ihrer unordentlichen Lebensweiſe abließen, thätig unter die Arme griff. Er beſuchte Hütte um Hütte und ſpendete Al⸗ moſen, Hülfe, Worte des Troſtes und der Hoffnung. Er ſorgte für alle Bedürfniſſe und half allen Leiden ab; den Einen verſchaffte er Mittel zur Arbeit, den Anderen ſprang er in Verluſten bei; Allen aber zeigte er ſich ſtets gütig und liebrecch und gewann ſo ſelbſt die hartnäckigſten Ge⸗ müther.

Unter Dom Salvis väterlicher Sorge wurde das Dorf Nettuno ein Muſter von Ordnung und Glückſeligkeit. Zwei Jahre langes Wirken eines würdigen Prieſters genügten, um dieſe glücklichen Reſultate zu erzielen.

Dabei war Dom Salvi jedoch keineswegs e eh der Freuden ſeiner Pfarrkinder. Im Gegentheil, er miſchte ſich ſelbſt in ihre Luſt und ſeine Anweſenheit hi derte nicht nur die allgemeine Heiterkeit nicht, ſondern diente der friſchen Freudigkeit, die nur durch ihn in den Grenzen des Anſtan⸗ des gehalten wurde, zu neuem Antriebe. Das Einzige war, daß er auf eine ſtrenge Befolgung der ernſten und frommen Pflichten hielt und zu dieſem Ende ſelbſt die Zeit und Stunde beſtimmte, damit Arbeit und Erholung in richtigem Verhältniſſe ſtehe. Er begleitete ſeine Kinder, ſo nannte er die Bewohner von Nettuno, auf die Fluren zum Spiel und wußte durch ſeine Rathſchläge immer etwas Neues in den Gang zu bringen.

Dom Salvi beobachtete bei allem dieſen Beginnen zur Förderung des allgemeinen Beſten ſtets eine weiſe Oekonomie.

Feind