Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Salvi erſchrak vor dem ehrgeizigen, habſüchtigen Sy ſteme, welches die Welt mit einem ungeheuren Netze von Verworfenheit überdeckte. Die Geſchichte, deren Studium er nach dem der Theologie betrieb, beſtärkte in ihm die Abnei⸗ gung, die er gegen eine Geſellſchaft empfand, welche aus Habſucht und Verkehrtheit den Samen der Zerſtörung in beide Hemiſphären ausſtreuete, um aus dem Unfrieden der Völker den unerſättlichen Durſt nach Reichthum und Herr⸗ ſchaft zu ſtillen.

Die jungen römiſchen Geiſtlichen ſind von gleichem un⸗ mäßigen Ehrgeize beſeelt. Alle erſtrecken ihre Hoffnung auf die päpſtliche Krone. Einer nunter zweien, die die Prieſter⸗

weihe empfangen, ruft ſicher aus:Seit ich den Prieſterrock

angelegt habe, fühle ich mich als einen andern Menſchen. Ich hoffe Alles. Unter jenen vorerwähnten Empfindungen vollendete der

Jeſuitenzögling ſeine Studien. Sobald er die geiſtlichen Weihen empfangen hatte, trennte er ſich von den Lehrern, gegen die ſein Gefühl ſtrebte.

und es wird klar, warum ſolche Verkehrtheiten und Widerſprüche, wie ſie ſich in der Lehre der römiſchen Kirche überhaupt befinden, möglich ſind. Weil in der Form der Geiſt untergegangen iſt und die Behandlung der einzelnen Fälle nicht nach dem Sinne der chriſtli⸗ chen Lehre, ſondern nach der leeren logiſch demonſtrirten Form ge⸗ ſchieht, ſo muß nothwendig ein Spott daraus und das Ganze zu oft in leeres Spielwerk ausarten, zumal wenn es in die Hände von deutelnden Perſonen geräth.

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