Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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der Lehren zurück, welche die Gelehrten jener Geſellſchaft vortrugen.

Das römiſche Collegium iſt unmittelbar mit keiner Pen⸗ ſionsanſtalt verbunden. Die Empfehlung des Erzprieſters hatte ihm eine Koſtſtelle bei einem Affilirten der Jeſuitenge⸗ ſellſchaft ausgewirkt; in der Bibliothek ſeines Gaſtherrn ent⸗ deckte er hinter anderen Büchern verborgen die Schriften der Jeſuiten, ein Arſenal voll Waffen jeder Gattung, um ein und dieſelbe Lehre anzugreifen und zu vertheidigen, je nachdem der Standpunkt der römiſchen Kirche die Annahme oder Wi⸗ derlegung nothwendig macht. Jeder verkehrte Lehrſatz war hier nach Anwendung, Gelegenheit, Nutzen und Umſtänden gerechtfertig

t; er ſah die widerſprechendſten Grundſätze und iften gelehrt, erklärt, verbreitet und mit gleichem Eifer en. Das lange Kapitel der geiſtigen Vorbehalte, wie jenes über die Gewiſſensfälle und die Deutung des Eides la⸗ gen vor ſeinen Blicken aufgeſchlagen und er ſah, wie man mittels gewiſſer leiſe geſprochener Formeln das, was man mit lauter Stimme beſchwor, wieder abſchwören und nichtig ma⸗ chen könne. Die argliſtigen Lehren von Mittel und Zweck, welche ſich in ſo vielen Fällen ergänzen und in einander grei⸗ fen, entſchleierten ſich vor ihm. Er ſah, durch welche So⸗ phismen das Laſter mit dem Stempel der Tugend geprägt wurde, wie man die irdiſchen Intereſſen mit den religiöſen zu

verſchmelzen wußte, wie man Himmel und Erde verband,

wenn der Erfolg eines Unternehmens es nöthig machte, und wie auf ſolche Weiſe das Heilige zum Dienſte des Irdiſchen

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